Triathlon

Der Countdown für den Ironman Hawaii läuft bei Sven Wies

Am Ziel: Sven Wies konnte mit seiner Leistung in Hückeswagen zufrieden sein.

Am Ziel: Sven Wies konnte mit seiner Leistung in Hückeswagen zufrieden sein.

Foto: Wies

Duisburg.  Der Duisburger Triathlet ging vor dem Saisonhöhepunkt bei der Westdeutschen Meisterschaft an den Start. In Hückeswagen wurde er Dritter.

Der Countdown läuft. Am 30. September setzt sich Sven Wies in das Flugzeug, das den 32-Jährigen nach Hawaii bringt. Auf der auch „Big Island“ genannten größten Insel des gleichnamigen US-Bundesstaates wird der Triathlet vom Duisburger SV 98 am Samstag, 12. Oktober, an der Ironman-Weltmeisterschaft, dem Saisonhöhepunkt seiner Sportart, teilnehmen. Einen guten Monat hat der frühere Kapitän der DSV-Wasserballer also noch, um sich in der Heimat auf diese große Aufgabe vorzubereiten. Den nächsten Schritt auf diesem Weg hat Wies nun bei der Westdeutschen Meisterschaft in Hückeswagen nahe Remscheid unternommen, die er mit dem dritten Platz einmal mehr herausragend abschloss.

Zwei Kilometer Schwimmen, 70 Kilometer auf dem Rad und einen Halbmarathon auf der Laufstrecke galt es im Wettbewerb über die Mitteldistanz zurückzulegen. Die Teilnehmer gingen in zwei getrennten Startgruppen ins Rennen, was die Angelegenheit ein wenig unübersichtlich werden ließ – was sich dann später auch noch beim Zieleinlauf zeigen sollte.

Für Sven Wies ergab sich dadurch die Problematik, dass er als Mitglied der zweiten Startgruppe mit einem Handicap zu kämpfen hatte. Im Gegensatz zur ersten Startgruppe hatten er und seine Konkurrenten nämlich kein Führungsboot, das ihnen den Weg wies. „Deshalb waren die Bedingungen für uns sehr schwierig, weil die Sonne so geblendet hat, dass wir die Bojen nicht sehen konnten“, so Sven Wies. Die Folge war: Wies, der als früherer Wasserballer naturgemäß seine Stärken im Schwimmen hat, musste nach der richtigen Richtung suchen, während sich die Gegner an ihm orientieren konnten. Am Ende kam er ungefähr zeitgleich mit dem späteren Sieger Carl-Daniel Mittelbach vom Bundesligisten Tri Team Hagen aus dem Wasser.

70 schwierige Kilometer auf dem Fahrrad

Es schlossen sich 70 Kilometer auf dem Fahrrad an. „Das fühlte sich alles sehr schwierig an“, musste Sven Wies nachher zugeben. Das lag auch daran, dass er sich seit vier Wochen in der unmittelbaren Vorbereitung auf den Start in Hawaii befindet. „Ich bin also aus dem vollen Training gekommen“, so Wies. Daher war das Treten in die Pedale letztlich eine enorme Herausforderung, die der Duisburger aber doch ordentlich meisterte. Er wechselte als Dritter auf die abschließende Laufstrecke. „Da fühlte sich das dann schon wieder deutlich besser an als auf dem Rad, wenn auch noch nicht so superfrisch“, meinte Sven Wies. Nach 21 Kilometern erreichte er schließlich das Ziel in einer Gesamtzeit von 3:50,15 Stunden. Als Sieger ließ sich Carl-Daniel Mittelbach in 3:46,57 Stunden feiern, auf Platz zwei landete Paul Senger vom DLC Aachen in 3:47,55 Stunden. Durch die verschiedenen Startgruppen gab es aber ein ziemliches Maß an Verwirrung – und auch aus anderen Gründen. So lief Ronny Seidel aus Witten als Erster überhaupt ins Ziel, wusste aber da schon, dass er nicht gewinnen würde: Wegen Windschattenlaufens hatte er sich eine Strafe eingehandelt und belegte letztlich Platz 16 in der Gesamtwertung.

Sieger wurde Carl-Daniel Mittelbach unter dem Strich auch „nur“ in der Westdeutschen Meisterschaft. Den eigentlichen Triathlon gewann Chris Dels, was durch die verschiedenen Startgruppen tatsächlich ein wenig unterging. Am Klassement der „Westdeutschen“ änderte sich dadurch aber nichts, denn Profi-Triathlet Dels kommt aus Bamberg und fällt damit nicht in die NRW-Wertung. Damit stand auch der dritte Platz für Sven Wies fest. „Mit der Platzierung bin ich sehr zufrieden“, stellte der Mann vom DSV 98 fest. Vor dem Abflug nach Hawaii steigt am 8. September nun die Generalprobe: Dann startet Wies beim Triathlon in Wesel.

Erfolgreich auch mit der Mannschaft

Auch mit der Mannschaft des Duisburger SV 98 konnte Sven Wies in Hückeswagen einen Erfolg feiern – wenngleich es ihm diesmal nicht möglich war, gemeinsam mit seinen Teamkollegen zu starten. Das Tri Team bestritt im Gegensatz zu Wies die Sprintdistanz und feierte im vierten Wettkampf nach zwei zweiten und einem dritten Platz den ersten Saisonsieg; zuvor hatte dreimal das Triathlon Team Düsseldorf gewonnen. Damit holten Florian Kaiser, Tobias Schütze, Sebastian Schill und Markus Schmidt die noch fehlenden Punkte zum Aufstieg aus der Landes- in die Verbandsliga.

Neben Wies waren in der Saison zuvor Sven Elvert, Christian Huppertz und Christian Lutz für den DSV an den Start gegangen.

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