Das erste Saisonviertel war am Freitag durch. Und zum Auftakt des zweiten Durchgangs besiegten die Füchse am Sonntag im Verfolgerduell die Icefighters Leipzig in einem Spiel auf hohem Oberliga-Niveau. Der sechste Erfolg in Serie, Platz drei nur drei Punkte hinter den zweitplatzierten Hannover Scorpions. Und Eishockey, das aktuell eine Menge Spaß macht. Viel besser hätte der erste Saisonabschnitt für den EV Duisburg kaum laufen können. Angesichts einer holprigen Vorbereitung ist diese Leistung mehr als beachtlich. Und die Füchse bestätigen damit den starken Eindruck aus der Vorsaison.
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Die harmonische Leistung, die sich über das gesamte von Trainer Frank Petrozza gecoachte Team verteilt, ist freilich der Schlüssel für den Erfolg. Klar ist aber auch: Der lettische Stürmer Sandis Zolmanis ist der Kopf dieses Teams. Der Mann, an dem sich alle übrigen Füchse aufrichten. Dass dies so ist, war längst klar, wurde aber schmerzhaft bestätigt, als sich der 32-Jährige im zweiten Vorbereitungsspiel verletzt und schließlich auch die ersten Ligaspiele verpasst hatte. In der Sekunde, als der Spieler, für den der Begriff „Spielmacher“ wie erschaffen scheint, wieder dabei war, spielten auch seine Teamkollegen wieder mit breiter Brust. Dabei ist nicht nur seine Technik, die ihresgleichen in dieser Liga sucht, bemerkenswert. Was ihn so besonders macht, ist seine Fähigkeit, das Spiel zu dirigieren. Seine Tempowechsel sind für den Gegner kaum zu verteidigen. Dass „Sancho“ in der Overtime gegen Leipzig dann auch noch den starken Konstantin Kessler im Leipziger Tor austanzte und zum Sieg traf, ist die Kirsche auf der Sahne.
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Die drei Importspieler der Füchse bringen dabei gänzlich andere Qualitäten mit – und sind deswegen so wertvoll. Der aktuell verletzte Philippe Sanche stibitzt gerne seinen Gegnern die Scheibe, geht außerdem keinem Zweikampf aus dem Weg. Und der Torriecher von Santeri Haarala ist bemerkenswert – vor allem dann, wenn er aus seinem „Büro“, halbrechts vorne, heraus zum Abschluss kommt. Wie die Macher des privat betriebenen Facebook-Portals „Oberliga Nord“ überprüft haben, ist der Finne, der bislang zwölf Tore erzielt hat und dabei nur von Justin Kirsch (Hannover Scorpions, 14 Tore) übertroffen wird, der einzige Spieler der gesamten Liga, der in jedem einzelnen Saisonspiel gepunktet hat.
Topscorer des Teams ist aktuell Luis Üffing, der zu den besten Deutschen in der Liga zählen dürfte. Michael Fomin, der Michael-Fomin-Dinge macht und damit unberechenbar für die Gegner ist, ist ein weiteres Faustpfand. Und auch Enrico Saccomani kommt immer mehr an. Dass es in der Defensive immer noch einige Wackler gibt, gehört zum aktuell auf hohem Niveau geführten Jammern.
Ohne Scorerpunkt sind bislang lediglich Verteidiger Michél Ackers, der erst vier Saisonspiele absolviert hat, und Förderlizenzspieler Bence Farkas, der aktuell nicht zum Einsatz kommt, weil er in Iserlohn als so genannter „Healthy Scratch“ zur Verfügung steht, sollte ein Roosters-Spieler ausfallen. An seiner Stelle überzeugte zuletzt der ebenfalls durch die Sauerländer lizenzierte Maximilian Strauß. Die „Fölis“ sind ein absoluter Gewinn, nicht nur weil zu ihnen die starken Torhüter Aaron Kaiser und Marko Brlic zählen. Das bislang einzige Spiel von Vyacheslav Permitin beispielsweise (ein Tor und eine Vorlage in Rostock) macht Lust auf mehr. Das nächste Heimspiel bestreiten die Füchse am Freitag (19.30 Uhr, Alleato-Arena) gegen den EHC Neuwied.




