Der Geschädigte selbst zeigte sich bereits wieder in guter Verfassung. „Hier an der Seite schmerzt es noch ein wenig. Und ich bin immer noch etwas geschockt. Aber ich werde auch weiterhin Auswärtsspiele der Füchse Duisburg besuchen“, berichtet der Anhänger des Eishockey-Oberligisten. Nach dem Derbysieg des EVD am Freitagabend am Gysenberg beim Herner EV wurden einige Duisburger Anhänger auf einem der Eissporthalle gegenüber liegenden Parkplatz wie berichtet überfallen und attackiert. Unter Bedrohung mit einer Waffe wurde die Herausgabe einer Trommel und anderer Utensilien gefordert. „Wir wurden von mehreren Menschen bedroht“, so der EVD-Fans.
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Viel mehr wollen die Vereine auch in Absprache mit der Polizei nicht kommunizieren, da die Suche nach den Tätern läuft. Derweil haben sich die beiden Ruhrrivalen, die Füchse und der HEV, zusammengetan und gemeinsam Stellung gegen Gewalt bezogen, was beim Eishockey ohnehin im Regelfall üblich ist.
„Die Ereignisse im Anschluss an das gestrige Derby zwischen dem Herner EV und den Füchsen Duisburg machen uns fassungslos. Wir verurteilen diese Übergriffe aufs Schärfste“, erklären beide Vereine. „Nach den uns vorliegenden Informationen wurden Fans der Füchse Duisburg auf dem Weg zu ihren Fahrzeugen angegriffen und unter Einsatz von Waffen überfallen. Die beteiligten Personen sind mutmaßlich dem Umfeld des Herner EV zuzuordnen. Darüber hinaus wurde von Diebstahl und Sachbeschädigungen berichtet. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den betroffenen Fans. Niemand sollte nach einem Eishockeyspiel Angst um seine Sicherheit haben müssen.“
Klar ist, dass die Vereine, vor allem auch der gastgebende Herner EV, bei der Aufklärung der Straftat alles in ihrer Kraft stehende unternehmen wollen, um der Polizei zu helfen, der Täter habhaft zu werden. So heißt es in den Vereinsstatement: „Dabei darf es nicht bei Worten bleiben. Der Herner EV wird alle ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Aufklärung der Vorfälle zu unterstützen und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse konsequente vereinsseitige Maßnahmen gegen die Verantwortlichen zu ergreifen. Zugleich werden wir prüfen, welche weiteren Maßnahmen die Sicherheit aller Fans verbessern können.“
An diejenigen, die glauben, im Namen oder unter dem Deckmantel eines Vereins Gewalt ausüben zu können, richten wir eine unmissverständliche Botschaft: Ihr seid bei uns falsch. Ihr repräsentiert weder unsere Vereine noch unsere Fans oder den Eishockeysport.
Füchse Duisburg und Herner EV, in einem gemeinsamen Statement
Auch an die Täter richten sich die Vereine mit klaren Worten: „An diejenigen, die glauben, im Namen oder unter dem Deckmantel eines Vereins Gewalt ausüben zu können, richten wir eine unmissverständliche Botschaft: Ihr seid bei uns falsch. Ihr repräsentiert weder unsere Vereine noch unsere Fans oder den Eishockeysport. Sportliche Rivalität gehört zum Eishockey. Sie rechtfertigt niemals Überfälle, Bedrohungen oder Sachbeschädigungen – unabhängig davon, von wem sie ausgehen.“
EVD und HEV bitten darum, dass sich etwaige Zeugen melden: „Wir bitten alle Zeuginnen und Zeugen, sich mit sachdienlichen Hinweisen an die Polizei in Herne zu wenden. Wer Beobachtungen gemacht hat, Personen beschreiben kann oder über Foto- und Videoaufnahmen verfügt, kann einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten. Bitte stellt entsprechende Aufnahmen der Polizei zur Verfügung und verzichtet auf öffentliche Spekulationen und Schuldzuweisungen. Wir sind zwei Vereine, zwei Mannschaften und sportliche Rivalen. Uns verbindet die Leidenschaft für unseren Sport – und die Verantwortung für eine Fankultur, die von Fairness, Respekt und Sicherheit geprägt ist. Keine Toleranz für Gewalt. Keine Bühne für Chaoten. Wir sind alle Eishockey-Fans!“



