Daniel Beine muss nicht lange überlegen: „Natürlich kann ich mich noch gut ein Jahr zurück erinnern. Da habe ich mit dem SV Biemenhorst in Homberg gespielt“, sagt der Trainer des VfB Homberg und schiebt nach. „Jetzt wäre ein 2:0-Heimsieg ganz schön.“ Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen dem VfB und dem SVB im PCC-Stadion vor fast genau einem Jahr spuckte Beine den Hombergern mit seinem Team gehörig in die Suppe. Der 2:0-Sieg der Süd-Bocholter trug seinen Teil zum Homberger Abstieg aus der Oberliga bei, konnte den eigenen aber auch nicht verhindern. So sehen sich beide Seiten nun am Sonntag ab 15 Uhr eine Etage tiefer in der Landesliga wieder. Und dann möchte Daniel Beine wieder als Sieger vom Platz gehen: „Das ist der Plan. So wollen wir es haben.“

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Die drei Punkte aus der damaligen Heimniederlage hätten die Homberger indes nicht vor dem Abstieg bewahrt. Die insgesamt sechs, die der VfB gegen das letztliche Schlusslicht liegen ließ, hingegen schon. Beim 0:3 in Biemenhorst war Beine aber schon nicht mehr bei den Bocholtern an Bord. Der Sieg in Homberg war sein letzter mit dem SVB. Sechs Niederlagen in Folge später setzten die Bocholter den Coach vor die Tür. „Die alte Zeit ist vergessen“, stellt Beine klar, „und besser hätte es mich ja nicht treffen können. In Homberg bin ich sehr zufrieden.“

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Und ruhiger als bei den Gästen dürfte es in Homberg auch sein. Während Daniel Beine nach Stefan Janßen und Sunay Acar nun der erst dritte Cheftrainer am Rheindeich in den letzten elf Jahren ist, geht der SVB mit Miroslaw Giruc nun schon mit dem vierten Trainer seit Beines Trennung in die neue Saison. Diese läuft für den Mitabsteiger schleppend an. Zwei Remis gegen Kleve und Nettetal brachten die zunächst einzigen beiden Punkte ein. Dann kam es mit einem 0:4 in Süchteln richtig dicke für den SVB. Vor einer Woche gelang mit einem 5:2 gegen den Mülheimer FC 97 dann aber ein kleiner Befreiungsschlag. „Personell war es bei ihnen in diesem Jahr schwierig. Jetzt hatten sie wieder einige gute Leute dabei. Und dann haben sie auch ihre Qualität“, weiß Beine. „Dass sie Mülheim so deutlich geschlagen haben, sollte uns Warnung genug sein, mit dem richtigen Fokus in die Partie zu gehen und entsprechend aufzutreten. Wie voraussichtlich die Gäste auch möchte der VfB-Coach nach dem 2:0-Sieg in Rhede dabei ebenfalls „unseren Schwung mitnehmen. Und da sehe ich jetzt gar nicht so die Ergebnisse, sondern unsere Leistungen. Da müssen wir weitermachen. Wir wollen unbedingt den Heimsieg und werden voll auf drei Punkte spielen.“

Besser hätte es mich ja nicht treffen können. In Homberg bin ich sehr zufrieden.

Daniel Beine, Trainer des VfB

Während Marcio Blank das letzte Spiel seiner Rotsperre absitzt, hat sich Joel Preuß mit dem Treffer zum 2:0 in Rhede als erfolgreicher Vertreter erwiesen. „Joel ist ein anderer Spielertyp als Marcio, hat aber eine brutale Qualität und es sehr gut gemacht“, freut sich Beine für den Neuzugang ebenso über dessen erstes Saisontor wie für Julian Bode, der am Sonntag zum 1:0 traf. „Die Jungs sind absolute Teamplayer und geben immer Vollgas. Jetzt müssen wir nur gucken, dass wir Timo Dapprich noch irgendwie anschießen“, würde Beine auch seinem letzten noch verbliebenen Angreifer den ersten Treffer gönnen.

Einen Tag nach dem Spiel geht’s am Rheindeich indes direkt weiter. Am Montag um 20 Uhr empfängt der VfB Oberligist TSV Meerbusch zum Testspiel. „Außer Heni Ben Salah haben wir alle Leute fit. Einige hatten bisher nur geringe bis keine Einsatzzeiten. Wir wollen allen die Möglichkeit geben, sich in einem Spiel zu zeigen“, erklärt Beine die ungewöhnliche Spielansetzung.