Erstklassig waren die Fußballerinnen des MSV Duisburg bekanntlich schon, zwischendrin auch mal zweitklassig, ein Jahr in der vierthöchsten Spielklasse haben sie gerade hinter sich gebracht. Fehlt nur noch die dritte Stufe auf der Ligenleiter – und da geht es für den Aufsteiger aus der Niederrheinliga bald los. Am 23. August ertönt der Anpfiff zur neuen Saison in der Regionalliga West, für die dies ihrerseits die letzte als drittklassiger Spielort sein wird, da ja ab 2027 die neue 3. Liga der Frauen eingeführt wird. Die 30 nun vom Verband veröffentlichten Spieltage sollen die Zebras nach Möglichkeit in diese Klasse führen.
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Es ist wohl nicht falsch zu sagen, dass es Trainer Tarek Ruhman und seine Schützlinge mit dem Spielplan schlechter hätte treffen können. Das erste und das letzte Spiel zu Hause, die Heimduelle mit den beiden absoluten „Promis“ der Liga zu attraktiven Zeitpunkten: Da lief einiges nach Wunsch. Zum Auftakt empfängt der MSV einen Gegner, der schon halbwegs bekannt ist: Der SSV Rhade gastierte nämlich erst Anfang Februar zum Testspiel an der Mündelheimer Straße und verlor dort mit 0:2. Anschließend stehen zwei Auswärtsfahrten an, die zu den weitesten der Saison zählen: Am 30. August geht es nach Münster zu Wacker Mecklenbeck (offenbar trotz Kooperation mit Preußen Münster nun doch weiter eigenständig unter diesem Namen antretend) und eine Woche später ins Siegerland zu Mitaufsteiger Fortuna Freudenberg.
BVB holt Österreichs Nationalkeeperin
Am 13. September steht dann der Kracher an, der schon jetzt für riesige Vorfreude sorgen dürfte: Borussia Dortmund tritt an der Westender Straße in Meiderich an, wo aktuell alle Heimspiele der MSV-Frauen angesetzt sind. Der bekanntlich am Durchmarsch in die 2. Bundesliga gescheiterte BVB bringt, wenn alles gut läuft, nicht nur die einstige DFB-Kapitänin und FCR-2001-Europapokalsiegerin Alexandra Popp mit, sondern auch – man gönnt sich ja sonst nichts – die gerade vom FC Arsenal verpflichtete und früher im Tor des FC Bayern München stehende österreichische Nationaltorhüterin Manuela Zinsberger. Die Dortmunderinnen wollen offenbar in Sachen Aufstieg diesmal nichts dem Zufall überlassen.

Der sowohl bei Frauen als auch bei Männern erbitterste Rivale des BV Borussia stellt sich dann in der Rückrunde beim MSV vor: Am 18. April, wenn sich der Winter nach allgemeinem Dafürhalten wieder verabschiedet haben sollte, duellieren sich die Zebras mit dem FC Schalke 04. Dort ist alles eine Nummer moderater besetzt, aber immer noch namhaft genug: So haben die Königsblauen gerade die ehemalige Duisburger Bundesliga-Abwehrchefin Julia Debitzki verpflichtet. Auch Pia Rybacki, Laura Radke und Julia Matuszek trugen schon erstklassig Zebrastreifen.
Beendet wird die Saison passenderweise gegen den dritten Klub, dessen Name einen sehr traditionellen Klang hat: Arminia Bielefeld kommt am 16. Mai nach Meiderich. Spätestens nach diesem Spiel dürfte Klarheit herrschen, in welcher Liga der MSV dann 2027/28 unterwegs ist.
Auf den 1. FC Köln II treffen die Zebras bekanntlich nicht, denn den Domstädterinnen gelang bekanntlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein bisschen Anteil daran hatte mit vier Einsätzen auch Charlize Carstensen, die hauptsächlich aber noch für die U19 des FC auflief. Nun wurde die schnelle Angreiferin, die an diesem Sonntag ihren 19. Geburtstag feierte, als nächster Neuzugang beim MSV präsentiert. Eingewöhnen konnte sie sich am Wochenende schon einmal im Rahmen eines Trainingslagers, das auf der Anlage in Hüttenheim abgehalten wurde. Der nächste Test steht für den MSV am Donnerstag um 19 Uhr im emsländischen Varenrode gegen Zweitligist SV Meppen auf dem Programm. Am Samstag, 1. August, folgt ab 9.30 Uhr auf dem Trainingsgelände an der Mündelheimer Straße ein Turnier, zu dem Alemannia Aachen, Hannover 96, der SC Krefeld, Fortuna Köln II und der TSV Solingen anreisen.
Der Hinrundenspielplan
23. August (Anstoß 15.30 Uhr, gilt für alle Heimspiele): MSV – SSV Rhade; 30. August (15 Uhr): Wacker Mecklenbeck – MSV; 6. September (15 Uhr): Fortuna Freudenberg – MSV; 13. September: MSV – Borussia Dortmund; 20. September (14 Uhr): FSV Gütersloh – MSV; 27. September: MSV – DJK Südwest Köln; 4. Oktober (15.30 Uhr): Rhenania Bottrop – MSV; 11. Oktober: MSV – Vorwärts Spoho Köln; 18. Oktober (11 Uhr): SGS Essen II – MSV; 25. Oktober: MSV – Fortuna Köln; 8. November (17 Uhr): FC Schalke 04 – MSV; 15. November: MSV – 1. FFC Recklinghausen; 29. November (15.15 Uhr): Bayer Leverkusen II – MSV; 6. Dezember: MSV – VfR Schwarz-Weiß Warbeyen; 13. Dezember (13 Uhr): Arminia Bielefeld – MSV.


