Als Ende einer Ära geht es nicht durch. Dafür ist Hamborn 07 in den vergangenen knapp 20 Jahren dann doch schon zu oft aus der Fußball-Landesliga abgestiegen. Aber eine Zäsur könnte es trotzdem werden. Bestand bei den vergangenen drei Malen (2008, 2014, 2018) noch jeweils die berechtigte Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr, die sich dann auch immer erfüllte, könnte es diesmal etwas länger dauern, bis die Löwen sich gestärkt in der sechsthöchsten Spielklasse zurückmelden. Dort erleben sie jedenfalls an diesem Samstag bereits ihre Abschiedsvorstellung. Um 16 Uhr wird die Partie bei Blau-Weiß Mintard angepfiffen.

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Der verfrühte Eintritt in den Sommerurlaub ist bekanntlich dem Rückzug des GSV Moers geschuldet, auf den die Hamborner am letzten Spieltag getroffen wären. Immerhin ist es ihnen ja noch gelungen, mit bislang 23 verbuchten Punkten die Ausbeute der Grafschafter zu übertreffen, die in 17 Spielen auf 18 Zähler kamen. Ansonsten liegt aber ein komplett verkorkstes Jahr hinter den Gelb-Schwarzen, die auch durch mehrere Wechsel auf dem Trainerstuhl nicht in die Spur fanden und deren Kader nun weitgehend auseinanderbricht.

Bedingt durch den schon länger gebuchten Urlaub der seit Winter tätigen Übungsleiterin Soumiya Bouhadi wird beim Kehraus noch einmal Co-Trainer Can Serdar das Sagen haben, der schon beim 2:1-Sieg im Kreispokal-Finale gegen den VfB Speldorf das Coaching übernommen hatte. In der kommenden Saison will er selber als Spieler noch einmal angreifen. Im Training trifft er dann auf Noah Donai, der als nächster Neuzugang feststeht. Der 24-Jährige, bevorzugt im rechten Mittelfeld eingesetzt, kommt vom Bezirksligisten SuS 09 Dinslaken, für den er bislang 21 Einsätze absolvierte. Weitere Lücken sollen am Wochenende geschlossen werden. „Was wir jetzt noch händeringend suchen, ist ein zweiter Torwart“, sagt der Sportliche Leiter Sebastian Balzer. Bislang steht für diese Position nur Kerem Bostanci (Rheinland Hamborn) bereit.