Zum vierten Mal in Folge nahmen die beiden Duisburger Va’a-Teams Maui Vahine und Moana Manu Nui vom WSV Niederrhein an der Vendée Va’a in Les Sables-d’Olonne teil – dem größten Langstreckenrennen Europas für Auslegerkanus. Das traditionsreiche Rennen an der französischen Atlantikküste gilt als eines der härtesten und prestigeträchtigsten Oceansport-Events außerhalb Polynesiens und führte die Teams auch in diesem Jahr an ihre Grenzen.

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Die Bedingungen waren diesmal besonders anspruchsvoll. Bereits am ersten Renntag herrschten starker Wind und eine durchschnittliche Wellenhöhe von rund zweieinhalb Metern. Aufgrund der extremen Wetterlage musste die ursprünglich geplante erste Etappe verkürzt werden. Statt 15 Kilometer bei den Frauen und 46 Kilometer bei den Herren wurden nur elf beziehungsweise 31 Kilometer gefahren. Vor allem die Frauencrew von Maui Vahine hatte mit den rauen Bedingungen zu kämpfen. Das Steuern des Auslegerkanus wurde durch Wind und hohe Wellen enorm erschwert, wodurch das Team mit 14 Minuten Rückstand zunächst den letzten Platz belegte. Auch die Herrencrew von Moana Manu Nui erwischte trotz eines starken Starts keinen einfachen Auftakt. Gleich drei sogenannte „Hulis“ – das Kentern des Bootes – kosteten viel Zeit, sodass das Team den ersten Tag auf Rang neun beendete.

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Am zweiten Renntag zeigte sich jedoch der Kampfgeist der Duisburger Teams. Die Frauencrew lieferte ein beeindruckendes Rennen ab und sicherte sich den Tagessieg über die 26 Kilometer lange Etappe. Auch die Herren kämpften sich deutlich nach vorne und erreichten einen starken sechsten Platz. Auf der dritten und längsten Etappe über 30 Kilometer bei den Frauen und 56 Kilometer bei den Herren zeigten beide Teams erneut starke Leistungen. Maui Vahine holte sich erneut den Tagessieg und arbeitete sich eindrucksvoll zurück an die Spitze des Gesamtklassements. Moana Manu Nui überzeugte auf der Königsetappe mit einem starken vierten Platz. Am Ende fehlten den Frauen lediglich knapp zwei Minuten zum Gesamtsieg. Nach dem großen Rückstand vom ersten Tag war der zweite Platz dennoch ein herausragendes Ergebnis und zeigte eindrucksvoll die Stärke und Moral der Crew.

Die Herrenmannschaft kämpfte sich im Verlauf der drei Tage bis auf den sechsten Gesamtrang nach vorne und bewies ebenfalls großen Teamgeist und Durchhaltevermögen. „Für beide Duisburger Teams war die Vendée Va’a 2026 erneut ein unvergessliches Erlebnis und ein weiterer Beweis dafür, dass der Va’a-Sport auch in Duisburg auf internationalem Niveau vertreten ist“, erklärt Volker Briel vom WSV.