Das ist auf den ersten Blick schon etwas schräg: Der OSC Rheinhausen schließt die Saison in der Handball-Regionalliga der Männer mit einem 39:31 (16:19)-Sieg gegen den VfL Gummersbach II ab und ist dadurch am Ende punktgleich mit dem HC Weiden und Unitas Haan. Den direkten Vergleich mit beiden Teams haben die Rheinhauser für sich entschieden, doch trotzdem werden sie im finalen Tableau nicht Dritter, sondern Vierter. Wie das sein kann?

Ganz einfach: Zwischen den drei Teams, die die Ränge drei bis fünf einnehmen, wird eine eigene Tabelle der Partien untereinander erstellt – und da hat der HCW aus der Region Aachen die Nase vorn, da er es aufgrund von zwei Siegen gegen Haan auf 6:2 Zähler bringt, während der OSC hier eine 4:4-Bilanz aufweist. Trainer Sascha Wistuba nahm diese statistische Petitesse, die zum Glück keinen Einfluss auf irgendwelche Aufstiegsverwerfungen hat, zur Kenntnis und stellte trocken fest: „Für uns belegen wir den dritten Platz.“

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Dieses Fazit hätte freilich im Duell mit dem Letzten noch einmal in Gefahr geraten können, denn die Oberbergischen waren zwar gerade mal mit sieben Feldspielern und einem Keeper angereist, machten es dem OSC aber gerade vor der Pause mächtig schwer. „Die haben praktisch die ganze Zeit zu siebt gespielt“, so Sascha Wistuba. Die Überzahl in den Angriffen führte dazu, dass der VfL noch in der 41. Minute mit 26:22 vorn lag, ehe die Hausherren zur Wende ansetzten. „Wir hatten fünf Jungs aus der Zweiten dabei, die auch gut mitgemacht haben“, berichtet Sascha Wistuba. So steuerten Mika Flach und Thilo Hermsen in der Schlussphase je einen Treffer zum Umschwung bei. Außerdem konnte der zuletzt angeschlagene Kapitän Lukas Hüller wieder voll eingreifen und eine zweistellige Trefferbilanz erzielen. So gelang es noch, gegen kräftemäßig nachlassende Gummersbacher den Sieg zu sichern.

OSC: Seemann, Lenz, Puhle – Hüller (10), Schlögl (9), Käsler (7), Wetteborn, Ernst (je 3), Dreier, Kölsch (je 2), Flach, Rippelmeier, Hermsen (je 1), Adrian, Molsner.

T. K.