Osman Sahin hat sein großes Ziel erreicht. Der Fußballer der SG Duisburg-Süd 98/20 hat die 300-Tore-Marke in der Kreisliga A geknackt. „Das macht mich unfassbar stolz“, freut sich der Stürmer der Südler. Wie es für den Torjäger weitergeht, ist wenige Spieltage vor Saisonende noch unklar. „Erstmal ist wichtig, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Für mich persönlich gibt es mehrere Möglichkeiten. Vielleicht hänge ich noch ein Jahr dran oder werde nur noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen“, beschreibt der 38-Jährige und fügt an: „Ich merke es auch, dass die anderen schneller sind und ich langsamer werde. Trotzdem kann ich meiner Mannschaft noch mit Toren weiterhelfen.“

Das macht mich unfassbar stolz.

Osman Sahin, Torjäger und Abteilungsleiter bei der SG Duisburg-Süd 98/20

Das hat Sahin auch in dieser Spielzeit eindrucksvoll bewiesen. Nach 16 Spielen steht er bei 15 Toren und zwölf Vorlagen. „Dabei lief es in dieser Saison nicht gut für mich, da ich mit mehreren Verletzungen zu tun hatte“, schildert Sahin, der einen weiteren, sehr schönen Grund für sein Kürzertreten anführt: „Wir erwarten unser zweites Kind. Das steht natürlich über allem.“ Dennoch strebt der erfahrene Kicker in Zukunft einen Spagat zwischen Familie und Fußball an. Auch neben dem Platz ist er für die „Südler“ als Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied tätig. „Dabei lege ich viel Wert auf die Jugend. Ich möchte, dass ein großes Gemeinschaftsgefühl entsteht“, schildert Osman Sahin.

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In Kürze ist die Modernisierung der Sportanlage am Förkelsgraben mit neuem Kunstrasenspielfeld, sanierter Umkleidekabine und neuem Vereinsheim abgeschlossen. „Wir bekommen die modernste Sportanlage in Duisburg und haben damit sehr gute Voraussetzungen. Ich bin optimistisch, dass wir weiter gesund wachsen und besonders der Jugend tolle Möglichkeiten bieten können.“ Persönliche Ziele auf dem Platz verfolgt Sahin nicht mehr: „Ich glaube, 350 oder 400 Tore werde ich nicht mehr erreichen. Das wird schwer.“

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So oder so wird der Stürmer seine Laufbahn im Trikot der SG Süd beenden. „Für mich war nach der Fusion des VfL Süd und TuSpo Huckingen zur SG Süd klar, dass kein anderer Verein mehr infrage kommt. Ich möchte da aufhören, wo alles angefangen hat und ich das Fußballspielen gelernt habe. Auch mein Vater und mein Bruder haben hier gespielt. Ich wohne hier um die Ecke, bin hier geboren und aufgewachsen, habe für beide Fusionsvereine gespielt. Für mich ist das eine Herzensangelegenheit.“