Kaum mehr als eine Viertelstunde dauerte die Sondersitzung des Sportausschusses der Stadt Duisburg. Danach stand nun endgültig fest: Neuer Betriebsleiter von Duisburg-Sport und damit Nachfolger des sich nun im Ruhestand befindlichen Jürgen Dietz ist Johannes Michels. Am Montagmittag wollte der neue Mann an der Spitze der in einen Eigenbetrieb ausgelagerten Sportverwaltung aber noch keine Glückwünsche entgegennehmen. „Der Stadtrat muss heute Abend noch zustimmen“, gab er zu bedenken. Das ist nach dem einstimmigen Votum im Sportausschuss allerdings nur eine Formsache. Die erste Sorgenfalte im Amt hat er aber schon bekommen. „Wir stehen unter Zeitdruck“, hatte zuvor schon Sportdezernent Martin Linne verkündet. Denn: Das Thema Eissporthalle wird nun immer drängender.

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Zuvor hatten die sportpolitischen Sprecher Werner von Häfen (SPD) und Peter Griebeling (CDU) den Finger in die Wunde gelegt. „Warum haben wir nicht von Beginn an den Bau der Übergangshalle am nun geplanten Standort (Duisburger Dünen, d.Red.) ins Auge gefasst?“, fragte von Häfen. Und Griebeling stellte die wichtige Frage, ob denn nun gewährleistet sei, dass die alte Eissporthalle bis zur Errichtung der Übergangshalle genutzt werden könne. Martin Linne beantwortete das Thema mit einem Vergleich: „Der Bau der neuen Eissporthalle ist sowohl ein Marathonlauf als auch ein 100-Meter-Sprint.“ Klar ist hier: Aufgrund der verspäteten Anlieferung der Übergangshalle wird es wohl kaum zu schaffen sein, dass sie im August errichtet ist. Linne brachte Ausweichmöglichkeiten, zum Beispiel nach Ratingen, ins Gespräch. Wie von Häfen schon vor Sitzungsbeginn klarmachte, ist das aber keine Alternative. Das Gleiche gilt für den Vorschlag, dass die Füchse erst einmal auswärts spielen und die Heimspiele nachholen.

Wir stehen unter Zeitdruck.

Martin Linne, Sportdezernent der Stadt Duisburg

Der Grund: Die Füchse sind nun einmal mehr als die Oberliga-Mannschaft. Beim EVD spielen gut 250 Kinder und Jugendliche Eishockey. Es gibt schlichtweg keine andere Eissporthalle, die einen kompletten Verein mit einem umfassenden Bedarf an Eiszeiten aufnehmen könnte. Dazu kommt, dass das Nachholen von Heimspielen entweder Dienstagsspiele, die nicht zuschauerträchtig sind, oder gar Doppel-Heimspielwochenenden nötig machen würde und wohl ebenfalls zu Zuschauereinbußen führen würde, weil sich kaum jemand zwei Spiele an einem Wochenende leisten könnte. Wenn der EVD zudem rund drei Monate nur auswärts spielt, stellt sich die Frage: Woher sollen die Einnahmen kommen, die der Verein für die laufenden Ausgaben braucht?

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Das heißt: Es muss eine schnelle Lösung her, die nur darauf hinauslaufen kann, dass die alte Eissporthalle übergangsweise weiterbetrieben wird, bis die temporäre Halle steht. Am 14. Mai muss sich der EVD beim Deutschen Eishockey-Bund erklären. Die Uhr tickt also.