Das nennt man dann wohl „Raus mit Applaus“. Der seit einigen Wochen schon gefühlt feststehende Abstieg aus der Fußball-Landesliga ist für Hamborn 07 seit diesem Sonntag nun auch rechnerisch perfekt, aber die Art und Weise, wie sich das Team im Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten ESC Rellinghausen präsentierte, lässt zumindest einen leisen Hauch der Hoffnung auf Besserung zu. Die Essener, die drei vermeintliche Pflichtpunkte im Titelrennen eingeplant hatten, mussten am Ende sogar froh sein, ein 1:1 (0:0) im Holtkamp erreicht zu haben.

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„Das tut gut und ist auch für den Rest der Saison sehr wichtig“, sagte Hamborns Trainerin Soumiya Bouhadi nach einem Spiel, das einmal mehr gekennzeichnet war von einer überaus dünnen Personaldecke. Diese wollte sie aber nicht als Ausrede gelten lassen, um erneut mit einer Niederlage vom Platz zu gehen: „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir alle ja auch noch eine Zukunft haben und dass wir jetzt einfach mal funktionieren müssen, für den Verein, für uns.“ Ganz ehrlich schiebt sie nach: „Grundsätzlich wollte ich heute einfach nicht untergehen.“

Die Befürchtung war berechtigt, aber es kam anders. Hamborns Rumpfteam hielt stark dagegen, brachte ein torloses Remis in die Pause und verbuchte in der 53. Minute sogar einen Paukenschlag, als Julian Keibel von links vor den Strafraum kurvte und mit einem Schlenzer in den Winkel zum 1:0 traf. Acht Minuten später kamen die Gäste allerdings zum Ausgleich durch Malik Tchalawou (ehemals FSV).

In der Schlussphase boten sich den Löwen dann aber noch einmal gleich mehrere Großchancen zum Siegtor. Ein Schuss von Julian Keibel wurde gerade noch von der Linie befördert, auch Pascal Spors hätte noch treffen können. Unter dem Strich blieb dennoch ein sehr respektables Tätigkeitsprotokoll.

Hamborn: Calik – Herrmann, Kuipers (73. Moustafa), Evler (79. Sentürk) – Bozkurt, Tzikas, Werner, Chassanidis, Keibel – Bitar, Spors.