Am Ende ist es die bessere Lösung, die Wirtschaftsdezernent Michael Rüscher am Freitagnachmittag im Sportausschuss der Stadt Duisburg vorgestellt hat. Ab in die Dünen heißt es bald für die Füchse. Denn die Übergangseissporthalle wird nun nicht wie zuvor geplant auf der BSA Wedau I errichtet, sondern auf dem Gelände in den so genannten Duisburger Dünen zwischen Haupt- und Güterbahnhof, das in den letzten Jahren vom Zirkus Flic Flac genutzt worden war. Die Vorteile liegen auf der Hand: Alle baurechtlichen Genehmigungsverfahren sind hier ohnehin schon erfolgt, wie Rüscher erklärt, sodass beispielsweise in Sachen Emissions- oder Artenschutz keine bösen Überraschungen auf die Stadt und damit auf den Eishockey-Oberligisten EV Duisburg samt seiner Nachwuchsmannschaften, auf die Eiskunstläuferinnen des DSC Kaiserberg, den Schulsport und die Freizeitläufer zukommen. Und verkehrstechnisch ist die Anbindung, gerade auch in der Parkplatzfrage, deutlich besser.

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„Wir sind der Stadt Duisburg ausdrücklich sehr dankbar, dass sie sich derart für den Eissport in unserer Stadt engagiert. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Füchse-Geschäftsführer Tom Södler, der am Freitag von der Bekanntgabe im Ratsausschuss ein wenig überrascht wurde. Denn Rüscher erklärte ebenfalls transparent: Die alte Eissporthalle wird wohl in die „Overtime“ gehen müssen. Da die Übergangshalle möglicherweise nicht rechtzeitig angeliefert werden kann, wird der EVD wohl noch rund zwei Monate in der bisherigen Eissporthalle bleiben müssen, ehe der Umzug während der laufenden Eissaison erfolgen wird. „Wir hätten natürlich gerne unsere Fans und unsere Sponsoren zeitgleich abgeholt“, sagt Södler mit Blick auf die Bekanntgabe. Entscheidend ist freilich, dass es voran geht.

Wir sind der Stadt Duisburg ausdrücklich sehr dankbar, dass sie sich derart für den Eissport in unserer Stadt engagiert. Das ist nicht selbstverständlich.

Tom Södler, Geschäftsführer der Eissporthalle und der Füchse Duisburg

Durch den verspäteten Umzug werden Füchse und Jungfüchse sowie alle anderen Eissportlerinnen und Eissportler vor eine logistische Herausforderung gestellt. „Am besten wäre es, wenn wir den Umzug zur Deutschland-Cup-Pause erledigen könnten“, sagt Södler. Vom 5. bis zum 8. November steht das traditionelle Turnier für die Nationalmannschaft an. Zu diesem Zeitpunkt ruht der Ligenbetrieb für ein Wochenende. Am Freitag, 13. November, geht es dann wieder weiter. „Wir könnten dann mit dem Deutschen Eishockey-Bund darüber sprechen, dass wir unser letztes Heimspiel vor der Pause am Freitag, 30. Oktober, bestreiten und das nächste dann am Sonntag, 15. November“, erläutert Södler einen optimalen Ablauf.

Sport / DU-Mitte/Süd.
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Die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza hat eine immens starke Saison hingelegt. Bald geht es in den „Dünen“ für die Füchse weiter.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia

Ohnehin bleibt noch viel zu erledigen. Beispielsweise müssen die Füchse nun bis zum 14. Mai wissen, ob es tatsächlich zur „Übergangs-Übergangslösung“ in der alten Eissporthalle kommt, sprich ob sich die Inbetriebnahme der Übergangshalle tatsächlich verzögert. Denn wie in allen Sportarten ist die Spielstätte Teil des Lizenzierungsverfahrens. „Wir müssen beim DEB unser Stadion melden“, so Södler. Klar ist: Die Saisoneröffnungsfeier mit einem attraktiven Testspielgegner soll am 22. oder 23. August erfolgen. Auch hier muss dann klar sein, ob das Ganze noch in Wedau oder bereits in den Duisburger Dünen stattfinden wird.

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Apropos Lizenzierung: Noch ist völlig unklar, ob die Oberliga Nord zur kommenden Saison größer als bisher sein wird, sprich: ob mehr als die bisherigen elf Teams spielen werden. Die Eagles Essen-West haben sich das sportliche Aufstiegsrecht erspielt. Vom EHC Neuwied wurde berichtet, dass er an einem Wechsel aus der internationalen Central European Hockey League (CEHL) in die Oberliga interessiert sei. „Vom DEB haben wir bislang die Information bekommen, dass wir für die Berechnung unserer Lizenzunterlagen von einer Zwölferliga und damit von 22 Heimspielen ausgehen sollen“, erklärt Södler. Von Neuwied ist derzeit allerdings recht wenig zu hören. Das ist bei den Eagles Essen-West anders, allerdings sind die Nachrichten vom Westbahnhof eher besorgniserregend, da es dort großen Ärger mit der Nachwuchsabteilung gibt. Es wurde gar die Gründung eines neuen Vereins, des Essener HC Steelers, verkündet, der sich aber zunächst einmal an den Skaterhockey-Nachwuchs richtet, sich aber auch langfristig ein Engagement für den Eishockey-Nachwuchs vorstellen kann.