Die Oberliga-Handballer der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen haben das Tor zum Klassenerhalt weit aufgestoßen. Nach dem 32:31 (18:13) gegen die DJK VfR Saarn haben die Szymanowicz-Schützlinge zwei Punkte Vorsprung auf die Mülheimer und zudem noch das Spiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Turnerschaft Grefrath in der Hinterhand. Sechs Spieltage vor Schluss ist das noch keine sichere Bank, aber schon ein klarer Vorteil. VeRuKas Mittelmann Niklas Kugel gelang 67 Sekunden vor dem Ende der Wurf ins Glück.
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„Wir sind wahnsinnig froh, dass wir diese beiden Punkte im Sack haben. Uns allen fällt ein großer Stein vom Herzen“, zeigte sich Mirko Szymanowicz erleichtert. Der Spielertrainer bescheinigte seinem Team eine „nahezu perfekte erste Hälfte. Wir waren von Anfang an voll da, haben die Emotionen reingebracht, die es in so einem Spiel braucht, und hatten nur drei oder vier Fehlwürfe.“ VeRuKa legte ein 12:5 (20.) vor und hatte die Gäste auch in der Folge im Griff. Bis zum 26:21 (42.) sahen die Rumelner wie die sicheren Sieger aus. Dann rieselte Sand ins Getriebe. „Wir sind nicht mehr so zum Abschluss gekommen und haben uns ein paar einfache Tore gefangen“, so Szymanowicz: „In der Hinrunde hätten wir so ein Spiel wohl noch verloren.“ Saarn glich zwei Mal aus, zum 28:28 (50.) und zum 31:31 (58.). Dann krönte Niklas Kugel seine gute Leistung als Spiellenker.
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Nach dem Abpfiff berichtete Mirko Szymanowicz auch von einem Anruf, der ihn am Freitagmorgen ereilte und auf den er sich keinen wirklichen Reim machen konnte. Saarns Trainer Ragulan Srijeevaghan bat ihn um eine Verlegung des Spiels, weil er wohl keine spielfähige Mannschaft zusammenbekomme. Die Rumelner entsprachen diesem arg kurzfristigen Wunsch nicht. „Und dann kommt Saarn mit quasi voller Kapelle, 15 Mann. Nur Yannick Kamp fehlte, der ist im Urlaub“, konnte Szymanowicz nur den Kopf schütteln: „Das war schon eine merkwürdige Aktion.“ Oder der Versuch von Psychospielchen im Abstiegskampf? Bei einer Verlegung hätte das so wichtige Spiel unter der Woche stattfinden müssen. Der Heimvorteil – die AEG-Halle war am Samstagabend sehr gut besucht – wäre um einiges kleiner ausgefallen, die Drucksituation nochmal eine andere gewesen. Seiner Mannschaft hatte Szymanowicz wohlwissentlich nichts von Srijeevaghans Anruf erzählt, denn: „Zu glauben, dass der Gegner mit einer Rumpftruppe kommt, kann ungewollt für einen Spannungsabfall sorgen.“
Tore: Krogmann, Siebert (je 7), Tervoort (6/1), Langer (4), Lenz (3), Kugel, Szymanowicz (je 2), Webers.
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