Den ersten Jubel gab es am Freitag schon vor Spielbeginn – und er hatte einen Wiederhall einige hundert Meter den Kalkweg entlang. Dorthin, wo bald die Übergangs-Eissporthalle auf der BSA Wedau I errichtet werden wird. Denn die Füchse gaben die erste Vertragsverlängerung bekannt, die hinein reichen wird in die neue Duisburger Eissport-Ära – einer Zeit nach der bestehenden, nun 55 Jahre alten Eissporthalle: Sandis Zolmanis wird auch in der Saison 2026/27 für den Eishockey-Oberligisten EV Duisburg spielen.

Damit bleibt der „Goldhelm“ dem Team erhalten. Mit diesem Kopfschmuck wird seit dieser Saison der Spieler gekennzeichnet, der der Topscorer seiner Mannschaft ist. Das ist der Lette mit großem Abstand. Kein anderer Füchse-Spieler der laufenden Spielzeit hat so viele Scorerpunkte gesammelt wie „Sancho“ alleine Torvorlagen gegeben hat. Das ist freilich auch die große Qualität von Sandis Zolmanis: Er liest und lenkt das Spiel des EVD, ist kein Torjäger, sondern derjenige, der seinen Teamkollegen den Treffer gerne auflegt. In 42 Spielen hat er zwölf Tore erzielt und 42 weitere Treffer vorbereitet. Am Freitagabend kam im Heimspiel gegen die Hannover Indians eine weitere Vorlage hinzu. Die Partie endete mit einem 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)-Sieg. Weil Halle gleichzeitig in der Wedemark unterlag, bauten die Füchse ihren Vorsprung auf den fünften Platz auf fünf Zähler aus.

Wie schon im ganzen Jahr, aber ganz besonders jetzt in dieser Phase am Ende zeigen wir immer wieder: Wir sind ein richtig gutes Team.

Frank Petrozza, Trainer der Füchse

„Wie schon im ganzen Jahr, aber ganz besonders jetzt in dieser Phase am Ende zeigen wir immer wieder: Wir sind ein richtig gutes Team“, lobte Füchse-Trainer Frank Petrozza den Auftritt seiner Mannschaft. „Als es auf Willi (Torhüter Leon Willerscheid, d.Red.) ankam, war er wie immer da. Am Ende haben wir eine Unterzahlsituation gut gekillt. Wir wollen so weitermachen und hoffentlich noch sehr lang in dieser Saison spielen.“

Die Füchse Duisburg spielen gegen die Hannover Indians in der Eishockey-Oberliga
Volle Konzentration auf das Spiel: Nicklas Mannes, Luis Üffing, Sandis Zolmanis und Pascal Grosse (von links).© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth

Das Spiel begann sofort mit einem durchgetretenen Gaspedal. Was die Indians und die Füchse aufs Eis brachten, hatte bereits eine Menge von Play-off-Hockey. Schon in der ersten Minute hatte EVD-Kapitän Nicklas Mannes die Führung auf dem Schläger, wurde aber im letzten Moment von Hannovers Fedor Kolupaylo gestört. Einen Angriff später stand auch der ECH erstmals gefährlich vor dem Duisburger Tor, allerdings stibitzte EVD-Stürmer Luis Üffing dem Hannoveraner Emil Lessard Aydin in letzter Sekunde den Puck. Die Partie ging weiterhin in hohem Tempo hoch und runter – mit dem besseren Ende für die Füchse im ersten Abschnitt, denn Philip Kuschel zog aus dem Handgelenk ab und traf zum 1:0 (13.). Eine Schrecksekunde gab es kurz vor der Pause, als Verteidiger Michél Ackers sich vor Schmerzen windend liegen blieb. ECH-Spieler Brent Aubin kassierte für das Foul fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe. Ackers war im zweiten Drittel aber wieder dabei.

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Das Powerplay nutzte der EVD im zweiten Abschnitt zum 2:0 aus, als Martin Schymainski aus dem Slot direkt abzog. Beide Teams spielten nun etwas kontrollierter. In der 29. Minute kam Hannover ebenfalls auf die Anzeigetafel. In Überzahl stellte Emil Lessard Aydin den Anschluss für die Indians her: Damit kassierten die Füchse erstmals nach zehn Spielen wieder einen Gegentreffer in eigener Unterzahl. Martin Schymainski und Edwin Schitz hatten fünf Minuten vor der zweiten Pause den dritten Duisburger Treffer auf dem Schläger, waren vor dem Tor aber zu verspielt.

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Der Schlussabschnitt war schließlich Kampf und Einsatz pur. Die Füchse verteidigten leidenschaftlich, während die Indians versuchten, alles für den Ausgleich zu tun. Drei Minuten vor dem Ende hätte Carter Popoff das Spiel entscheiden können, scheiterte aber frei vor ECH-Torhüter Timo Herden knapp mit der Rückhand. 41 Sekunden vor Schluss rissen die Hannoveraner die Arme nach oben, Schiedsrichter Christian Perlitz breitete die Arme aus, forderte aber den Videobeweis an. Und der Filmmitschnitt zeigte: Der Mann lag richtig, kein Tor. Damit war der Sieg in Sack und Tüten.

Am Sonntag (16 Uhr) spielen die Füchse nun bei den Saale Bulls Halle.

Die Statistik:

Tore: 1:0 (12:33) Kuschel (Sanche, Zolmanis), 2:0 (23:23) Schymainski (Nagtzaam, Kiedewicz/5-4), 2:1 (28:56) Lessard Aydin (Möller, Jerry/5-4)

Strafen: Duisburg 10, Hannover 4 + 5 + Spieldauer (Aubin).

Zuschauer: 1473.

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