Das Staunen war nach dem Spiel groß. „5:1 sogar?“, raunte es im Umfeld der Füchse. Der eigene 6:3-Sieg nach einem mitreißenden Spiel gegen die Tilburg Trappers und der ebenfalls klare Erfolg der Rostock Piranhas gegen den EVD-Verfolger aus Leipzig sorgten dafür, dass der Eishockey-Oberligist EV Duisburg die Qualifikation für die obere Zwischenrunde der besten fünf Teams so gut wie sicher in der Tasche hat. Aus den verbleibenden drei Spielen fehlt formal noch ein einziger Zähler. Damit ist ebenfalls klar: Die Play-off-Teilnahme ist den Füchsen nicht mehr zu nehmen. Und für diese entscheidende Phase hat der EVD noch einmal nachgelegt und die dritte Importstelle nach der Kaderstreichung von Egils Kalns und der Verletzung von Klavs Planics neu besetzt: Carter Popoff wird zum Saisonendspurt zum Duisburger Team stoßen.

Auch interessant

„Als bekannt wurde, dass wir uns nach einem neuen Importspieler umschauen, bekamen wir viele Angebote. Carter Popoff erfüllt unser Suchmuster am besten“, fasste Füchse-Geschäftsführer Tom Södler das Geschehen der letzten Tage zusammen. Der Kanadier ist Center, schießt rechts und soll das Duisburger Powerplay weiter aufpeppen. „Er ist zudem jemand, der viele Tore erzielt hat.“ Denn der 30-jährige Kanadier bringt schon ordentlich Oberliga-Erfahrung mit: Von 2022 bis 2025 spielte er zunächst für die Passau Black Hawks, dann für den Deggendorfer SC und im Anschluss wieder für Passau. In 123 Oberliga-Spielen traf Popoff 70 Mal und legte exakt 100 weitere Treffer auf. Das setzt dann auch gleich einen neuen Ton für die obere Zwischenrunde: „Wir wollen nun das Play-off-Heimrecht erreichen“, sagt Tom Södler. „Ohne Ziele brauchst du auch gar nicht erst antreten.“

Mehr zum Thema

In der aktuellen Saison hat Carter Popoff für eine Eishockey-Akademie gearbeitet, für die er noch bis einschließlich des Wochenendes tätig sein wird. „Am Dienstag reist er dann an und wird im abschließenden Hauptrundenspiel in Halle erstmals für uns spielen“, erklärt Södler. Mit Blick auf die Play-offs hofft Södler nun auch, dass die Begrenzung auf 1500 Zuschauer in dieser Saison noch aufgehoben werden kann oder zumindest nach oben korrigiert wird. „Wir sind da im Austausch“, so Södler über die Gespräche mit der Stadt. Die Zwischenrunde beginnt am Sonntag, 1. Februar. Ob der EVD daheim oder auswärts startet, steht erst nach den Spielen am 30. Januar fest.

the