Viel wichtiger kann ein Sieg kaum sein! In der entscheidenden Phase des Rennens um den fünften Platz und damit die obere Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga Nord gewann der EV Duisburg mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung bei den Hammer Eisbären. Allerdings drohte nach 20 Minuten aufgrund technischer Probleme ein Spielabbruch. Letztlich nehmen die Füchse aber „Big Points“ aus Hamm mit nach Hause. Und das auch noch am 55. Jahrestag des ersten Eishockeyspiels in Duisburg.
Beide Mannschaften haben alles gegeben und beide Mannschaften wussten ganz genau, wie wichtig dieses Spiel ist.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
„Beide Mannschaften haben alles gegeben und beide Mannschaften wussten ganz genau, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Ich kann nichts Negatives sagen, außer dass wir schon vorher genügend Chancen hatten. Aber ein Eishockeyspiel dauert 60 Minuten, diesmal haben wir 54 Minuten für das Tor gebraucht. Drei Minuten vor dem Ende war das ein wichtiger Penaltykill, ein großes Lob an unsere Unterzahlspieler. Ich bin kein Freund von Strafzeiten in der Overtime. Wir hatten die Chance und freuen uns über die zwei Punkte.“ Hamms Coach Tobias Stolikowski war sauer und teilte das den Schiedsrichtern auf dem Eis mit. Hinterher erklärte er: „Ich verstehe nicht, wenn der Schiedsrichter, der fünf Meter entfernt steht, nicht pfeift, der 30 Meter entfernte Schiedsrichter dann aber die Strafe gibt.“
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Keines der beiden Teams wollte einen entscheidenden Fehler machen. Das war schnell zu merken. Allerdings hatten die Hausherren im ersten Drittel das Heft in der Hand. Nach einer eher unnötigen Strafzeit von Michael Fomin blieben die Eisbären auch auf dem Gaspedal, als die Füchse wieder komplett waren. Defensiv stand der EVD jedoch sehr stark und Leon Willerscheid fischte zwischen den Pfosten alles weg. Doch auch die Duisburger hatten ihre Chancen, scheiterten aber ebenso durch Sandis Zolmanis (7.) oder Michael Fomin (10.) wie die Eisbären. Eine Topchance hatte schließlich noch Philip Kuschel auf dem Schläger, der einen Gegenspieler aussteigen ließ, dann aber knapp vergab.
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„So kann das nicht weitergehen. Es darf nicht jeder für sich spielen“, war EVD-Verteidiger Erek Virch zu Beginn der ersten Drittelpause unzufrieden – die dann allerdings deutlich länger als die üblichen 18 Minuten dauerte, sondern ziemlich genau doppelt so lang. Das Problem: Die Eismaschine hatte einen Defekt und musste auf die Schnelle repariert werden. Das Eishallenpersonal konnte das Ganze lösen, ansonsten hätte wohl ein Spielabbruch gedroht. Als es endlich wieder losging, hatten erst Sandis Zolmanis, dann Philippe Sanche die Führung auf dem Schläger. So aber traf Fabio Frick in der 32. Minute zum 1:0 für Hamm, als er nach innen zog und traf. Danach erhöhte der EVD den Druck, kam aber nicht zum Erfolg. Erst fischte Eisbären-Goalie Kyle Hagen einen Tip-in-Versuch von Nicklas Mannes weg (37.), dann traf Pascal Grosse die Latte (38.).
Der EVD arbeitete weiter, doch Hamm schien sich in Richtung Sieg zu verteidigen. Zweimal Adam Kiedewicz, einmal Philippe Sanche, der Puck wollte nicht über die Linie. Und die Eisbären blieben gefährlich. Doch knapp sechs Minuten vor dem Ende haben die Füchse doch noch den Weg auf die Siegerstraße gefunden: Sandis Zolmanis ließ den Puck liegen, Michael Fomin drosch ihn zum 1:1 ins lange Eck (55.). Die Gäste überstanden dann in der Schlussphase zunächst eine Unterzahlsituation – ehe sie selbst ein Powerplay in der Overtime zum Sieg nutzten. In der 4:3-Situation „screente“ Luis Üffing einmal mehr, nahm also Eisbären-Torhüter Kyle Hagen entscheidend die Sicht, als Sandis Zolmanis den Puck zum 2:1-Sieg einschweißte (63.).
Am Freitag (20 Uhr) spielt der EVD nun in Erfurt; der Sonntag ist spielfrei, am darauf folgenden Dienstag (19.30 Uhr) geht daheim gegen die Tilburg Trappers weiter.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (31:24) Frick (Pontus Wernerson Libäck, Flade), 1:1 (54:06) Fomin (Zolmanis, Grosse), 1:2 (62:40) Zolmanis (Sanche, Üffing/4-3).
Strafen: Hamm 6, Duisburg 8.
Zuschauer: 891.




