Bonn liegt von Duisburg aus gesehen nicht gerade ums Eck. Trotzdem sind die Handballer des OSC Rheinhausen und der TSV Bonn rrh. inzwischen fast schon gute alte Bekannte, weil sie sich nun schon in der vierten Saison in Folge in der Regionalliga Nordrhein begegnen. Dabei hatte das Team aus der ehemaligen Bundeshauptstadt zuletzt häufiger die Nase vorn, aber diesen Trend möchte der OSC nun gern wieder ins Gegenteil umkehren. Gelegenheit dazu besteht am Samstagabend, wenn der Tabellendritte vom Mittelrhein um 18.45 Uhr in der Halle an der Krefelder Straße gastiert.

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Die TSV (nicht der TSV, das Kürzel steht für Turn- und Sportvereinigung) hat schon in der vergangenen Saison in den oberen Gefilden der Regionalliga-Tabelle mitgemischt, musste sich als Zweiter der Abschlusstabelle nur dem Aufsteiger Interaktiv Ratingen beugen – freilich war es mit am Ende neun Punkten Rückstand kein enges Rennen. Aktuell sieht es an der Spitze der Gruppe deutlich knapper aus: Das Team aus Beuel, dem einzigen rechtsrheinischen der vier Stadtteile Bonns, liegt als Dritter einen Zähler hinter dem aktuellen Spitzenreiter TV Korschenbroich und gleichauf mit der zweitplatzierten HSG am Hallo Essen, gegen die es mit einem deutlichen 30:38 seinerzeit ersatzgeschwächt die bislang einzige Saisonniederlage gab.

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„Das wird auf jeden Fall eine schwierige Kiste für uns“, glaubt OSC-Trainer Sascha Wistuba, der gemeinsam mit seinem Kollegen Nico Biermann das Team auf das vorletzte Heimspiel des Jahres vorbereitet hat. „Die Jungs sind gut drauf“, weiß er zu berichten – kein Wunder nach der guten Leistung vom vergangenen Wochenende, als es einen 41:31-Sieg beim SSV Nümbrecht und damit die höchste Torausbeute von allen Teams in der bisherigen Regionalligasaison gab. „Wir sind heiß, diesen Eindruck zu bestätigen“, so Wistuba weiter. Interessante Momentaufnahme: Der OSC stellt derzeit das torhungrigste Team der Liga. 244 Treffer bedeuten fast 35 im Schnitt pro Spiel. Der HC Weiden (254) und Bayer Dormagen II (251) weisen zwar in absoluten Zahlen mehr Tore auf, weisen aber jeweils ein absolviertes Spiel mehr auf.

Die Rheinhauser können mit voller Kapelle in das Duell mit dem Topteam aus Bonn gehen. Kapitän Lukas Hüller, zuletzt leicht angeschlagen, ist wieder voll einsatzfähig. Das gilt ebenso für den in Nümbrecht fehlenden Torhüter Julian Seemann.