Das war haarscharf – doch letztlich steht die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen bei der Europameisterschaft in Antwerpen im Halbfinale, das am Freitag ausgetragen wird. Und das dank Pia Maertens vom Club Raffelberg: Die 20-jährige Duisburgerin erzielte die deutsche Führung, sodass ihr Tor beim schlussendlichen 1:1 (1:1) gegen Irland entscheidend für das Weiterkommen war. Zudem klärte Maertens in der Schlussminute gegen die immens drückenden Irinnen. Ein weiterer, an sich regulärer Treffer wurde ihr in der 54. Minute versagt, weil die Schiedsrichterin zu früh abgepfiffen hatte.

„Wenn wir jetzt nicht für das Halbfinale vorbereitet sind, dann weiß ich es auch nicht“, sagte eine erleichterte Kapitänin Janne Müller-Wieland nach dem Spiel. Sie erkannte zurecht: „Wir hätten das viel einfacher haben können, aber wir haben nicht unser Pass-Hockey gespielt und unsere Chancen nicht genutzt.“ So ließen die Deutschen alle ihre acht Strafecken sowie einen Siebenmeter ungenutzt. Daher blieb der Überraschungsvizeweltmeister aus Irland, der bei einer EM noch nie das Halbfinale erreicht hat, bis zur letzten Sekunde im Spiel. Letztlich aber stand die Defensive der DHB-Auswahl.