Im vergangenen Winter zählte der Nachwuchs-Wasserballer Mark Gansen zu den Hoffnungsträgern des ASC Duisburg. Mit seinem Spiel, Fleiß und einer guten Einstellung hatte sich der damals 16-Jährige nicht nur ins DWL-Team des Traditionsvereins gespielt, sondern erhielt vor dem Jahreswechsel auch eine Einladung zur Herren-Nationalmannschaft. Dass ihn damals schon Schmerzen in der Schulter plagten, hatte der Gymnasiast noch gar nicht so ernst genommen. Der Schock kam im Januar: Bizepssehnenriss, Operation, lange Pause. Dann wurde es still um den Schüler.

Mittlerweile ist der 17-Jährige längst wieder zurück im Wasser. Seit Mai schuftet Gansen für sein Comeback, das er nun sogar auf internationaler Bühne geben darf. Trotz der langen Wettkampfpause hat Nachwuchsbundestrainer Nebojsa Novoselac den Duisburger für die anstehende U-17-Europameisterschaft (ab 12. August) in Tiflis (Georgien) nominiert. In den vergangenen Monaten erhielt der künftige Abiturient viel Unterstützung – von seinen Mitspielern, aber auch von seinen Trainern. „Als ich erfahrene habe, dass ich operiert werden muss, war das schon hart“, erinnert sich Mark Gansen. „Es war ja fraglich, ob ich überhaupt wieder so reinkomme. Zum Glück ist die OP sehr gut verlaufen.“