Günter Hentschke war Berliner. Und eben doch auch ein Duisburger. Als der Fußballtrainer 1958 den ruhmreichen Spielverein übernahm, da wurde er im Ruhrgebiet heimisch. Das Umherziehen, das der Trainerjob mit sich brachte, wollte der erfolgreiche Coach hinter sich lassen. Nun ist Hentschke am 22. März im Alter von 97 Jahren gestorben.

Mit Stolz sprach Hentschke davon, „Fuhry-Schüler“ gewesen zu sein. Die Trainerlegende Ernst Fuhry war sein Jugendtrainer, der ihm nach einigen Knieverletzungen auch half, früh ins Trainerfach zu wechseln. Zu Vor-Bundesliga-Zeiten trainierte er Borussia Rheine, Sparta Nordhorn, den VfR Kirn, Phönix Ludwigshafen und Preußen Münster, ehe er von 1958 bis 1961 beim Duisburger Spielverein tätig wurde. Im Anschluss wechselte er zwar zu Rot-Weiss Essen, baute sich aber gleichzeitig ein berufliches Standbein in Duisburg auf, wurde Sportlehrer, zunächst in Hochfeld, dann an der Carpschule in Ruhrort.

Hentschke war Mitbegründer des Bundes Deutscher Fußballlehrer, war dort auch als Pressereferent tätig. Außerdem war er noch lange Mitglied der Verbandsjugendspruchkammer im Fußballverband Niederrhein.