Hendrik Biegisch hatte sein Smartphone am Montagabend immer wieder erwartungsfroh angestarrt. Doch das blieb stumm. Der erhoffte Anruf blieb aus. Das Präsidium des Fußballverbandes Niederrhein entschied an diesem Abend über den Antrag des SSV Welheimer Mark, gab seinen Entschluss aber noch nicht bekannt. Biegisch ging mit einem unruhigen Gefühl ins Bett, der Vereinsvorsitzende ergriff aber gleich am Dienstagmorgen die Initiative.

„Ich habe endlich jemanden in der Geschäftsstelle erreicht“, erklärte Biegisch gegen 11 Uhr nach einem Telefonat mit dem Fußballverband Niederrhein. Den Namen des Mitarbeiters habe er sich nicht gemerkt, wohl aber dessen Botschaft: „Wir haben das Okay, wir dürfen jetzt ganz offiziell eine Mannschaft in den Ligabetrieb schicken.“

Auf den SSV Welheimer Mark wartet jetzt ein ganzer Haufen Arbeit

Der SSV Welheimer Mark verbreitete die gute Nachricht gleich über seine Kanäle. „Wir können jetzt endlich loslegen, wir können unsere Spieler jetzt in der Datenbank des DFB anlegen, die ersten Freundschaftsspiele ausmachen und auch die letzten Fragen mit interessierten Spielern klären. Vor uns liegt also ein ganzer Haufen Arbeit“, so Biegisch.

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Der SSV Welheimer Mark hatte seit Wochen auf die Nachricht gewartet. Weil sich die endgültige Entscheidung immer wieder verzögerte, musste der neue Klub auch Rückschläge hinnehmen. Einige Spieler zogen ihre Zusagen zurück, schlossen sich anderen Vereinen an. „Die Absagen haben uns wehgetan“, sagt Biegisch. 15 Spieler habe der Verein auf diese Weise verloren.

SSV kann jetzt Spieler anmelden und die ersten Freundschaftsspiele ausmachen

Doch der Ärger darüber ist verflogen. „Wir haben am Mittwoch Training. Und da haben sich knapp zehn neue Spieler angekündigt. Aktuell ist der Kader 20 Mann stark. Wenn die Saison in fünf Wochen beginnt, sollen es zwischen 25 und 30 sein. Damit sollten wir in der ersten Saison klarkommen“, erklärt Biegisch.

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Die Voraussetzungen für einen Ligastart 2025/26 sind damit geschaffen. Der SSV Welheimer Mark muss jetzt seine Spieler beim Fußballverband anmelden. Ist das geschehen, kann der Klub sein erstes offizielles Spiel anmelden. Wer der Gegner im ersten Freundschaftsspiel sein wird, steht noch nicht fest.

„Es wäre natürlich schön, wenn unser erster Gegner ein ganz besonderer ist“, sagt Biegisch. Als Vereinsvorsitzender wolle er keine falschen Versprechungen machen, aber: „Ich klingel mal bei der Traditionsmannschaft von Rot-Weiss Essen an. Vielleicht haben die Lust.“