„Wir hatten ein großes Päckchen dabei“, sagt Lisa Morawietz rückblickend. Die Unterwasserrugby-Spielerin vom DUC Bottrop war mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Graz – und hat die Silbermedaille gewonnen. Das große Päckchen war die Goldmedaille, die die deutsche Mannschaft bei den vorherigen Meisterschaften gewonnen hatte. Entsprechend groß waren die Erwartungen, die Morawietz und ihr Team erfüllen wollten.

Hatte es bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Kolumbien noch knapp nicht zur Teilnahme gereicht, durfte die Bottroperin nun ihr Debüt auf der internationalen Bühne feiern. Eltern und Freund begleiteten die 29-Jährige nach Graz und erlebten, wie sich Morawietz und ihre Mannschaftskolleginnen von Spiel zu Spiel steigerten. Die knappe Niederlage im Finale gegen Norwegen war nach einer anfänglichen Enttäuschung schnell vergessen. „Es stand 0:0, in der Verlängerung konnten wir dann irgendwann nicht mehr Stand halten. Im ersten Moment ist das natürlich niederschmetternd, schon nach kurzer Zeit konnte ich mich aber über die Leistung und die Medaille freuen“, blickt Morawietz zurück.