Frauen-Basketball

Astro-Ladies schaffen den Aufstieg in Liga zwei

Die Freude ist groß. Gemeinsam mit den angereisten Fans feierten die Astro-Ladies ihren Sieg ausgelassen.

Die Freude ist groß. Gemeinsam mit den angereisten Fans feierten die Astro-Ladies ihren Sieg ausgelassen.

Foto: Klaus Pollkläsener

Herne.   Astro-Ladies zeigen einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg gegen die Reserve von Herne. Die Bochumerinnen jubeln über den Aufstieg in Liga zwei.

Herner TC II -
VfL Astro-Stars Bochum 43:92

Viertel: 4:28; 21:23; 9:19; 9:22

Die Astro-Ladies holen die Meisterschaft nach Bochum. Und wie. Am letzten Spieltag der Frauen-Basketball Regionalliga West mussten die Bochumerinnen bei der Reserve von Bundesligist Herner TC ran. Da die punktgleichen Rhöndorf Dragons am Samstag ihr Spiel gegen den Barmer TV gewonnen hatten (73:67), war ein Sieg der Astro-Ladies Pflicht, um den Aufstieg zu schaffen. In der Herner H2K-Arena sorgten sie früh für klare Verhältnisse.

Hochkonzentriert zeigte sich das Team um Trainer David Glöckner von Beginn an. Der Spielstand nach fünf Minuten: 14:2 aus Bochumer Sicht. „Im ersten Viertel haben wir den Grundstein gelegt“, sagte der Trainer. Ähnlich einseitig ging es weiter. Die Astro-Ladies zeigten eine aggressive Defense, die starken Rebounds brachten die körperlich unterlegenen Hernerinnen zur Verzweiflung.

Heimspiel in Herne für Bochum

Auch wenn das Spiel in Herne stattfand, war kaum von einem Auswärtsspiel der Astro-Ladies zu sprechen. Familie, Freunde und Fans der Bochumer Mannschaft unterstützten ihr Team lautstark. Mit Erfolg.

Die Bochumerinnen bauten ihren Vorsprung auf 38:7 aus. Die Intensität aus dem ersten Viertel seitens der Astro-Ladies ging dann aber etwas verloren. „Aber das zählt heute nicht“, sagte Trainer Glöckner. Auch, weil die Führung zur Halbzeitpause trotz der leichten Schwächen mit 51:25 deutlich ausfiel.

Den Spaß am Spiel behalten

Nach der Pause dominierten die Astro-Ladies das Spiel wieder. Die starke Phase der Hernerinnen war schnell vergessen. Offensiv liefen die Bochumerinnen dann heiß. „Wir wollten den Spaß am Spiel nicht verlieren“, sagte David Glöckner. Ein 15:1-Lauf zum Ende des Viertels bestätigte ihn.

Dass 36 Punkte Vorsprung in einem Basketball-Spiel die Motivation nicht mindern müssen, zeigten die Bochumerinnen dann im letzten Viertel. Die Führung bauten die nun frei aufspielenden Astro-Ladies sogar weiter aus. Ein Dreier von Wiebke Bruns zum 84:41 ließ die angereisten Fans noch einmal jubeln. Die Vorfreude auf den Schlusspfiff war dann groß.

Trainer schwärmt von der Mannschaft

Die Spielerinnen auf der Bank und die Fans auf der Tribüne sahen die Schlussminuten stehend und sorgten schon einmal für Stimmung. Als die Sirene das Ende des Spiels bedeutete, war klar: Der Aufstieg in Liga zwei ist offiziell. „Das ist eine ganz besondere Mannschaft“, lobte Coach Glöckner.

Auf seinem T-Shirt stehen die Namen aller beteiligten Spielerinnen. Diese waren jedoch gerade damit beschäftigt, einer Tradition im Basketball nachzugehen. Sie erleichterten den Herner Korb um das Netz, durch den die Bälle zuvor nur so geflogen waren. „Es ist ein großartiges Gefühl“, so Glöckner. „Wir sind am Ziel.“ Die Saison war lang, die bevorstehende Pause hätten sich die Spielerinnen verdient.

Zukunft ist noch nicht ganz geklärt

Was nach dieser Pause geschieht, ist wohl noch nicht ganz klar. Bisher gibt es noch keine Sponsoren, und auch die Frage, ob alle Spielerinnen den erhöhten Aufwand bewältigen können, ist noch unbeantwortet. Sportlich, das steht fest, haben es sich die Bochumerinnen verdient, in der zweiten Liga zu spielen.

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