Am Samstag-Abend tritt Oliver Milde noch einmal für seinen Heimatverein in Brandenburg in Aktion: Der Handballer mit Erfahrung aus der 1. und 2. Bundesliga spielt in der Abstiegsrunde der Oberliga Ostsee-Spree für den Grünheider SV gegen die SG OSF Berlin. In der kommenden Saison will der 28-Jährige mit Abstiegssorgen nichts mehr am Hut haben. Der Rückraumspieler heuert beim Regionalligisten OSC Rheinhausen an. Grünheide will erst die Klasse sichern und dann verdiente Spieler verabschieden: Oliver Milde gehört dazu.
Nach dem Beinahe-Absturz in die Oberliga will sich auch der OSC Rheinhausen im kommenden Spieljahr nicht mit sportlichen Existenzängsten herumplagen. Dazu soll eben Ex-Profi Oliver Milde als prominenter Neuzugang beitragen.
Der gebürtige Berliner kehrt dabei in ein vertrautes Gefilde zurück. In der hiesigen Region kennt er sich bereits aus. In der Saison 2020/21 spielte der Rechtshänder für die HSG Krefeld Niederrhein in der 3. Liga. Danach zog sich Milde aus beruflichen Gründen vom Profi-Handball zurück.
Vier Jahre für Schwartau am Ball
Der neue OSC-Trainer Lars Brümmer, der an der Krefelder Straße auf Interimscoach Matthias Puhle und den langjährigen Trainer Thomas Molsner folgt, darf sich auf einen international hoch dekorierten Neuzugang freuen. Oliver Milde gehörte 2018 dem Kader der Füchse Berlin, die den EHF-Pokal gewinnen konnten, an. Nach seiner Jugendzeit beim Grünheider SV, dem 1. VfL Potsdam und bei den Reinickendorfer Füchsen spielte Oliver Milde von 2012 bis 2014 bei den Füchsen Berlin, zu denen er 2018 für ein halbes Jahr noch einmal zurückkehrte.
Weitere Profistation waren der HC Empor Rostock (2013/14), der VfL Bad Schwartau beziehungsweise der VfL Lübeck-Schwartau (2014 bis 2018) sowie der ASV Hamm-Westfalen (2018 bis 2020), ehe der 1,93-Meter-Mann für eine Saison bei der HSG Krefeld Niederrhein im Einsatz war. Nicht zuletzt aufgrund seiner Vita wird Oliver Milde beim OSC auch die Rolle des Führungsspielers einnehmen.
D. R.


