Man könnte es MSV-Trainer Hagen Schmidt nicht verdenken, wenn er denkt: „Wo bin ich hier denn hingeraten?“ Da spielt seine Mannschaft endlich mal beherzten Fußball und dann ist nach 32 Minuten alles vorbei. Weil ein Mensch mit einer Eintrittskarte zu einem Drittliga-Spiel für einen Spielabbruch sorgte.

Als es zum Aus kam, stand es noch 0:0. Dennoch, es sah durchaus so aus, als könne das Zebra zum zweiten Mal in dieser Spielzeit den Zweitliga-Absteiger schlagen. Schmidt hatte dafür den Mittelweg verlassen. Der Coach spannte mutig eine Dreierkette vor sein Tor. Rolf Feltscher rechts, Marvin Bakalorz in der Mitte und einen Hauch weiter links Oliver Steurer räumten weg, was in den Strafraum kam. Der Gast kam in dieser ersten halben Stunde nur zu einer Chance. Was zudem zu sehen war: Anders als gegen Verl beim 2:2 vor einer Woche und beim 0:1 in Freiburg ließen die Meidericher Spielwitz aufblitzen. Erst im neuen Jahr wird man sehen können, ob die Dreierkette ein Erfolgsmodell werden kann. Der Zuschauer, der, wie es heißt, Affenlaute machte, hat dem Zebra einen Bärendienst erwiesen.

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