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VfL Bochum: Trainer Reis macht Bockhorn Hoffnung

Will sich nicht nur im Training zeigen: Herbert Bockhorn.

Will sich nicht nur im Training zeigen: Herbert Bockhorn.

Foto: Firo

Bochum.  Der im Sommer verpflichtete Verteidiger hat noch kein Liga-Spiel für den VfL absolviert. Gegen den Hamburger SV könnte er sein Debüt geben.

"Herbert Bockhorn ist ein schneller, dynamischer und flexibler Spieler für unsere Außenbahn, der schon unter Beweis gestellt hat, dass er über Offensivdrang verfügt.“ Das sagte Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz, als der VfL Bochum den rechten Außenverteidiger Ende Juli unter Vertrag nahm. Belege lieferte der 26-Jährige nur selten: In der zweiten Liga bestritt Bockhorn, der von Huddersfield Town an die Castroper Straße wechselte, noch kein Spiel. Wiederholt warfen Bockhorn Verletzungen zurück. Doch am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) könnte es soweit sein. VfL-Trainer Thomas Reis macht Bockhorn fürs Top-Spiel beim Hamburger SV Hoffnung.

Bockhorn habe eine "sehr ordentliche Trainingsleistung" erbracht, lobte Reis den früheren Dortmunder am Freitag. Der Test gegen den 1. FC Köln habe dem Fußballprofi aus Uganda gut getan. "Das Spiel gegen Köln war unheimlich wichtig", so Reis. Nach so vielen Rückschlägen kämen bei jedem Spieler Selbstzweifel auf. "Das Spiel hat ihm die Sicherheit gegeben, dass sein Körper sehr leistungsfähig ist".

Bockhorn im Testspiel gegen Köln in der Startelf

Beim 3:1-Sieg spielte Bockhorn in einer Viererkette mit Erhan Masovic, Armel Bella-Kotchap und Moritz Römling. Der 18 Jahre junge Bella-Kotchap kann gegen den HSV auf einen Startelf-Einsatz hoffen. Vasileios Lampropoulos ist von der Länderspielreise mit Griechenland zwar zurückgekehrt und hat heute bereits mittrainiert. Doch dem Routinier könnte Reis auch eine Pause geben. Auf Bockhorns Position ist Cristian Gamboa gesetzt. Je nach Spielverlauf könnte er allerdings eingewechselt werden, auch in der Offensive.

Es wäre eine Genugtuung für den 26-Jährigen nach einem äußerst durchwachsenen Start. In der Saisonvorbereitung verletzte sich der Regionalliga-erfahrene Rechtsverteidiger im Training. Diagnose: Teilriss des Innenbandes. Er, der einst unter BVB-Trainer Lucien Favre trainierte, hätte sich für den Saisonstart empfehlen können. "Als die Diagnose kam, war es schockierend für mich", sagte er damals. Sein Vertrag in Bochum läuft nur ein Jahr. Viel Zeit bleibt Bockhorn nicht. Bei Huddersfield Town kam er vor seinem Wechsel kaum noch zum Einsatz.

Kurz vor dem ersten Saisonspiel gegen St. Pauli ereilte Bockhorn der nächste Rückschlag. Beim Aufwärmen verletzte er sich erneut. Wieder eine Chance weg. Seitdem wartet er auf die nächste. Am Sonntag könnte er sie bekommen.

VfL-Trainer Reis: HSV ist das Nonplusultra

Allerdings ist der HSV beileibe kein Team, gegen das Trainer Thomas Reis Experimente wagen könnte: "Der HSV ist das Nonplusultra im Moment und ein absoluter Favorit", sagt Reis. "Wir fahren mit einem gewissen Respekt dahin, aber ohne Angst. Wir wollen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen." Bis auf die verletzten Sauli Decarli, Tom Weilandt und Tarsis Bonga ist die Mannschaft komplettg. Stürmer SIlvere Ganvoula landete heute morgen in Paris. Der Nationalspieler der Republik Kongo soll am Samstag wieder mit der Mannschaft trainieren.

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