Einzelkritik

Note 5 - VfL-Torwart Riemann ist in Bielefeld von der Rolle

Manuel Riemann (unten) patzte vor dem ersten Gegentor.

Manuel Riemann (unten) patzte vor dem ersten Gegentor.

Der Fehlstart ist perfekt: Der VfL Bochum unterlag in Bielefeld mit 0:2 (0:2). Für fünf VfL-Spieler gibt es die Note 5. Die Einzelkritik.

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Der VfL Bochum verliert mit 0:2 bei Arminia Bielefeld. Die Einzelkritik.

  • Manuel Riemann: In der vierten Minute verhinderte er das frühe 0:1, als er Andreas Voglsammer den Ball vom Fuß spitzelte. Weitere starke Szenen kamen nicht mehr hinzu. Der gern so selbstsichere Torwart schenkte der Arminia das erste Tor, weil er einen Rückpass nicht kontrollieren konnte und Voglsammer den Ball nur noch ins Tor schieben musste (22.). Was für ein Fehler! Auch beim zweiten Gegentor, das Konstantin Kerschbaumer erzielte (36.), sah er nicht gut aus. Bei Kerschbaumers Flanke blieb er einfach auf der Linie stehen. Note: 5
  • Danilo Soares: Er kam überraschend auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz und war Bochums Bester. Wenn er den Ball hatte, wurde es gefährlich. Kurz vor der Pause traf er mit einem satten Fernschuss die Latte (43.), nach dem Wechsel konnte Thomas Eisfeld einen Soares-Traumpass nicht verarbeiten (59.). Note: 2,5
  • Tim Hoogland: Der erfahrene Innenverteidiger, der einst für Schalke in der Champions League bei Real Madrid traf, war von einer königlichen Leistung diesmal weit entfernt. Er wirkte in der Innenverteidigung nervös, verlor im Spielaufbau ein ums andere Mal leicht den Ball und stand berechnete zu Beginn einen langen Pass falsch, weshalb Voglsammer frei vor dem Tor stand (4.). Note: 5
  • Felix Bastians: Auch der Kapitän - sonst stabilster Abwehrspieler des VfL - spielte nicht fehlerfrei. In der 58. Minute vertändelte er im eigenen Strafraum den Ball an Voglsammer - Weihrauch konnte die folgende Chance aber nicht nutzen. Note: 4
  • Maxim Leitsch: Er kam erst zu seinem dritten Spiel in der 2. Bundesliga. Nach einem ordentlichen Beginn mit guten Aktionen im Stellungsspiel ging er nach dem 0:1 (22.) mit seiner Mannschaft bis zur Pause etwas unter. Da kamen keine Aktionen mehr nach vorn und hinten wurde er zu oft überspielt. Nach der Pause hatte Bochums Abwehr bis auf gelegentliche Konter nicht mehr viel zu tun. Note: 4
  • Görkem Saglam (bis 56.): Zum ersten Mal in dieser Saison gehörte er zur Startelf. Leichtfüßig dribbelte er sich zu Beginn durchs Mittelfeld - da sah er aus wie ein erfahrener Zweitliga-Profi. Nicht immer fand er aber den richtigen Zeitpunkt fürs Abspiel. Nach der Pause konnte er keine Akzente mehr setzen und musste deshalb Thomas Eisfeld weichen. Note: 4
  • Anthony Losilla (bis 78.): Er hätte mit viel Glück das 0:1 verhindern können, wenn er den miserablen Pass von Torwart Riemann vorausgeahnt hätte. Ein Vorwurf ist ihm nicht zu machen. Eine Leistung ohne Höhepunkte. Note: 4

  • Kevin Stöger: Bei seiner Startelf-Premiere in dieser Saison begann er vernünftig - wie fast alle Bochumer. Danach blieb er ein Mitläufer in einer Mannschaft fast ohne Selbstvertrauen. Heißt: Querpässe gelangen, sobald es risikoreich wurde, ging wenig bei ihm. Note: 4,5
  • Robbie Kruse: Er ist noch immer nicht in Bochum angekommen. Ob auf der rechten Seite in der ersten oder der linken in der zweiten Hälfte: Seine Flanken waren ein Graus, oft verdribbelte er sich. Noch schlimmer: In der 36. Minute passte er nicht auf, als die Bielefelder eine Ecke kurz ausführten. Die bittere Folge: das 0:2 durch Kerschbaumer. Note: 5
  • Lukas Hinterseer: Der Torjäger, vor einer Woche noch dreifacher Torschütze im DFB-Pokal gegen Nöttingen, hätte den VfL in der fünften Minute in Führung bringen müssen. Doch freistehend schoss er Arminia-Torwart Stefan Ortega an. Auch nach der Pause vergab er eine große Chance nach einem Kruse-Pass (61.). Dazwischen stand er bei hoffnungsvollen Angriffen meist im Abseits. Note: 5
  • Johannes Wurtz (bis 70.): Zu Beginn harmonierte er gut mit Lukas Hinterseer, legte seinem Sturm-Partner auch die erstklassige Chance in der fünften Minute auf. Danach konnte er sich auf der linken Seite und nach der Pause im Sturm-Zentrum nur noch selten durchsetzen. Seine einzige Chance vergab er in der 51. Minute. Im Training trifft er nach Belieben - im Spiel ist von diesem Selbstbewusstsein nichts zu sehen. Note: 5
  • Thomas Eisfeld (ab 56.): Drei Minuten nach seiner Einwechslung konnte er nach einem Pass von Soares den Ball nicht kontrollieren - sonst hätte er frei vor dem Arminia-Tor gestanden. Er sollte das Angriffsspiel beleben, viele große Chancen konnte sich der VfL aber nicht mehr herausarbeiten. Note: 4
  • Jannik Bandowski (ab 69.): Er kam für Wurtz und holte sich noch für ein böses Foul die Gelbe Karte ab. Ohne Note
  • Selim Gündüz (ab 78.): Er kam für Losilla und hatte Bochums beste Chance in der Schlussphase. Seinen Flachschuss konnte Arminia-Torwart Ortega nur mit Mühe parieren (85.). Ohne Note
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