Einzelkritik

Gyamerah und Leitsch mit Note 3 beste Bochum-Spieler

Bochums Jan Gyamerah (vorne).

Foto: Udo Kreikenbohm

Bochums Jan Gyamerah (vorne). Foto: Udo Kreikenbohm

Bochum.  Im Kellerduell gegen Greuther Fürth kam der VfL Bochum nicht über ein 1:1 hinaus. Für zwei Spieler gibt es die Note 3 - alle anderen waren schlechter.

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Manuel Riemann: Beim 0:1 sah er nicht gut aus. Der Freistoß von Maximilian Wittek war lange in der Luft und flog in den Fünfmeterraum - solche Flanken hat er auch schon abgefangen. Danach hatte er zwei gute Aktionen. Eine tückische Wittek-Ecke (37.) parierte er ebenso wie einen abgefälschten Schuss von Patrick Sontheimer. Bei Rückpässen ging er ein ums andere Mal ins Risiko - da raunte das Publikum. Note: 4

Jan Gyamerah: Er nahm im Spielaufbau in der ersten Hälfte als einziger auch mal sinnvoll das Heft in die Hand, stürmte mit Plan durchs Mittelfeld der Fürthert und suchte Anspielstationen - allerdings hielt er sich nach dem Wechsel dann zurück. Gemeinsam mit Maxim Leitsch bester Bochumer; und das mit einer allenfalls soliden Leistung. Note: 3

Anthony Losilla: Er war in Bochums Abwehrreihe der Chef und interpretierte seine Rolle meist humorlos, nur selten wurde seine Spielaufbau filigran. Vor dem 0:1 (7.) unterlief ihm das Foul, das per Freistoß zum Gegentor führte - allerdings hatte zuvor Danilo Soares den Ball verloren. In der 52. Minute hätte ein Missverständnis mit Vitaly Janelt beinahe böse Folgen gehabt. In der Offensive hatte er zwei gute Chancen (19./50.), zweimal scheiterte er jedoch. Note: 4

Maxim Leitsch (bis 68.): Er blieb konsequent in der Abwehrreihe und gewann in höchster Not zwei wichtige Zweikämpfe. Auch im Stellungsspiel wird er immer besser. In der Offensive kam von ihm aber wenig, weshalb er vorzeitig vom Platz musste. Note: 3

Selim Gündüz: Er lief nach hinten, nach vorn, nach hinten, nach vorn, wurde auf der rechten Seite aber nur selten ins Bochumer Offensivspiel eingebunden. Nur dreimal flogen gefährliche Flanken in den Strafraum der Gäste, sonst merkte man ihm an, dass in der ungewohnten Formation die Laufwege gar nicht stimmten. Note: 5

Felix Bastians: Er bemühte sich um Akzente in der Offensive, tauchte auf der linken Seite ein ums andere Mal an der Fürther Grundlinie auf. In der 63. Minute bekam er Szenenapplaus, als er den Fürther Spielaufbau allein im Sprint störte. Ein Ballverlust nach einem missglückten Hackentrick (29.) war aber symbolisch für seine Effektivität. Vier Minuten später flog sein Schlenzer nur knapp am Tor vorbei - seine gefährlichste Aktion. Nach der Auswechslung von Leitsch (68.) rückte er wieder in die Abwehrreihe. Note: 4

Danilo Soares: Zum ersten Mal rückte der Zugang ins defensive Mittelfeld - und mit der etwas verantwortungsvolleren Aufgabe kam er zunächst gar nicht zurecht. In der Anfangs-Viertelstunde gelang ihm nichts: Fehlpässe, verlorene Zweikämpfe - das war schlecht. Der Freistoß vor dem 0:1 entstand, weil er einen Freistoß schinden wollte und so den Ball verlor. Nach dem 1:1 fing er sich jedoch und spielte etwas besser. Seine beste Aktion: ein Fernschuss, der in den Armen von Fürths Keeper Sascha Burchert landete (29.). Note: 4

Vitaly Janelt (bis 82.): Er war an beiden Toren beteiligt: Vor dem 0:1 ließ er nach Witteks Flanke im Rücken Torschütze Marco Caligiuri laufen, vor dem 1:1 schoss er den Freistoß, den Hinterseer verwandelte. Die fehlende Spielpraxis war dem Mittelfeld-Talent deutlich anzumerken. Nur selten glückte ihm ein gescheiter Pass, oft verpasste er den richtigen Zeitpunkt. Note: 4,5

Stefano Celozzi: Der Kapitän ging in der kastrophalen Anfangsphase mit unter, konnte nach dem 1:1 aber wenigstens für ein bisschen Struktur im Bochumer Spiel sorgen - ohne allerdings zu glänzen. Note: 4

Dimitrios Diamantakos (ab 59.): Ein unglücklicher Auftritt des Stürmers, der in der Spitze nur selten einen Ball behaupten konnte und ohne Torchance blieb. Note: 5

Lukas Hinterseer: Er war nur einmal zu sehen: In der 17. Minute verlängerte er einen Freistoß von Janelt mit dem Hinterkopf zum 1:1 ins Netz. Er nutzte gleich seine einzige Chance - das gab es selten in dieser Saison. Note: 4

Robbie Kruse (ab 59.): Nach einer Weltreise und geglückter WM-Qualifikation mit Australien saß er erst einmal auf der Bank. Mit seiner Einwechslung kam Schwung ins Spiel - und ins Publikum. Der große Hoffnungsträger holte direkt einen Freistoß am Strafraum heraus (59.), schoss einige Standards - nach 15 Minuten ließ er allerdings schon wieder nach; nach der Weltreise kein Wunder. Note: 4

Jannik Bandowski (ab 68.): Er kam für Leitsch. Ohne Note

Tim Hoogland (ab 82.): Er kam für Janelt. Ohne Note

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