Möglicherweise ist es für den VfL ja ein gutes Omen, dass Kevin Stöger das erste Bochumer Tor dieser Bundesliga-Spielzeit erzielt hat. Auch in der Vorsaison war dem Österreicher das gelungen, die Partie gegen Mainz 05 endete damals nach seinem Ausgleich per Traumtor zwar 1:2, doch im vergangenen Mai feierte der Revierklub den Klassenerhalt. Im ersten Heimspiel der neuen Saison traf Stöger im Ruhrstadion gegen Borussia Dortmund nun mit einem sehenswerten Schuss zur Führung. Nach dem 1:1 (1:0) war der 30-Jährige aber nicht ganz zufrieden. „Mich ärgert ein bisschen, dass mein zweiter Schuss nicht reingegangen ist“, haderte Stöger. „Da hat man aber gesehen, was Gregor Kobel für ein Weltklasse-Torwart ist.“

Der Schweizer musste sich mächtig strecken, um den von Dortmunds Emre Can abgefälschten Ball noch über die Latte zu lenken. Es hätte der Bochumer Siegtreffer in einem Spiel sein können, dem die VfL-Profis als Kollektiv mit leidenschaftlichem Einsatz ihren Stempel aufgedrückt hatten. „Ich möchte keinen hervorheben, sondern die ganze Mannschaft in den Vordergrund stellen“, sagte Stöger. „So muss der VfL spielen. Dann werden wir auch die Klasse halten.“