Privat sei er ja eher verschlossen, sagt Saulo Decarli. Davon ist im Pressegespräch aber gottlob nichts zu spüren. Der Schweizer ist offen, lebendig und mitteilsam. Dass man ihn den künftigen Abwehrchef des VfL Bochum nennt, gefällt ihm zwar nicht so sehr, weil er mit derlei „Titeln“ nichts am Hut habe, aber vorangehen, sagt er, tue er schon gerne: „Ich war schon mit 19 Kapitän.“

Der 27-jährige Innenverteidiger ist offensichtlich froh, dass er wieder zurück ist in Deutschland, in dieser „komischen Liga mit den großen Namen“, wie er sagt. Über seine jüngere Vergangenheit möchte er zwar „nicht konkret“ werden, haut dann aber einen Satz raus, der Wucht hat: „Das war die größte Enttäuschung meiner Karriere. Und ich habe wirklich alles gegeben.“ Gleichwohl will er nicht alles „schwarz reden“, will seine Zeit in Belgien, in dieser schönen Stadt Brügge, nicht nur auf Fußball reduzieren.