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Warum Di Santo den Elfmeter für Schalke schießen durfte

Torschütze für Schalke: Franco Di Santo.

Foto: firo

Torschütze für Schalke: Franco Di Santo. Foto: firo

Gelsenkirchen.  Franco Di Santo schoss sein erstes Bundesligator für Schalke seit 20 Monaten. Nach dem Spiel kam heraus: Für den Elfmeter war niemand eingeteilt.

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Dieses Gefühl kannten die Fans und Spieler des FC Schalke 04 bereits: Beim Stand von 0:0 bekamen sie bereits zum fünften Mal in dieser Saison einen Elfmeter zugesprochen - diesmal im Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV nach einem Foul von Gideon Jung an Yevhen Konoplyanka. Diesmal fehlten aber Schalkes etatmäßige Schützen Nabil Bentaleb (traf dreimal) und Leon Goretzka (ein Elfmeter-Tor). Deshalb waren die Schalke-Fans unter den 62.771 Zuschauern gespannt: Wer wird schießen?

Als sie erblickten, wer den Ball auf den Elfmeterpunkt legte, ging ein Raunen durch die Veltins-Arena: Torlos-Stürmer Franco Di Santo übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe. Selbst Sportvorstand Christian Heidel sagte: "Wir waren alle überrascht, dass er sich die Kugel hinlegt." Di Santo hatte zuvor im März 2016 in einem Bundesligaspiel getroffen und war 1054 Minuten ohne Treffer geblieben. Di Santo lief an und schoss den Ball mit dem rechten Fuß sicher ins linke Eck. Der Torfluch ist besiegt! Schalke gewann noch mit 2:0.

Heidel beurteilt Schalke-Stürmer Di Santo nicht nach Torerfolgen

Doch wer hatte Di Santo für diesen wichtigen Schuss eingeteilt? Nicht Trainer Domenico Tedesco. "Die Spieler, die sich sicher fühlen, sollen sich den Ball holen", sagte der Trainer, der sonst jedes taktische Detail vorherplant. Für den mutigen Torschützen gab es direkt ein Sonderlob: "Ich finde es großartig, weil Franco keine einfache Zeit hatte. Das spricht für seinen Charakter und seinen Mut. Der Strafstoß war super geschossen." Das bestätigte Schalke-Spieler Daniel Caligiuri, auch wenn er selbst gern angetreten wäre: "Es war nicht abgesprochen. Ich hätte auch gern geschossen, aber Franco war sich eben sicher."

Für Christian Heidel war das Ende der Torflaute gar nicht so wichtig. Er beurteilt Di Santo nicht nach Torerfolgen: "Man muss sehen, was er als Stürmer ableistet. Wir haben einen Trainer, der darauf schaut, dass ein Kollektiv auf dem Platz steht. Und da hat Franco eine wichtige Rolle."

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