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Schalke-Vorstand Heidel schimpft über Video-Schiri Stark

Sauer in Wolfsburg: Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Foto: firo

Sauer in Wolfsburg: Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Wolfsburg.  Schalke verlor in Wolfsburg mit 1:2 - es gab viele Diskussionen rund um den Videobeweis. Schalkes Sportvorstand Heidel sah einen Hauptschuldigen.

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Dem turbulenten Saisonstart des FC Schalke 04 mit der 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg folgt der nächste Hammer: Der Wechsel von Nationalspieler Sebastian Rudy nach Schalke steht vor dem Abschluss. Nach WAZ-Informationen hat Schalke mit dem FC Bayern eine grundsätzliche Einigung über die Ablösemodalitäten erzielt.

Die Nachrichten aus München sickerten nach der Schalker 1:2-Niederlage in Wolfsburg durch. Der Saisonstart war ein echter Aufreger: Das Siegtor für die Wolfsburger fiel in der 94. Minute durch Daniel Ginczek - erst wenige Minuten zuvor (85.) hatte Nabil Bentaleb per Foulelfmeter die Wolfsburger Führung durch John Anthony Brooks (33.) ausgeglichen. Im Mittelpunkt des turbulenten Treibens standen aber Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) beziehungsweise der Video-Assistent im Kölner Keller, Wolfgang Stark. Ittrich stellte Schalkes Abwehrspieler Matija Nastasic in der 66. Minute per Video-Entscheid vom Platz und nahm eine bereits gezeigte Rote Karte gegen VfL-Stürmer Wout Weghaus wieder zurück - ebenfalls nach Video-Beweis.

Schalkes Caligiuri: "Das ist doch kein Rot"

“Es gab drei Rote Karten, aber nur einen Platzverweis”, sagte Schalkes Kapitän Ralf Fährmann gequält. Denn Ittrich hatte kurz vor Schluss auch noch dem Wolfsburger Brooks den Roten Karton vor die Nase gehalten - sich dabei aber schlichtweg in der Farbe vergriffen. Schalke wunderte sich, warum der Spieler nicht vom Platz musste. Ittrich sprach nachher von einem seiner schwersten Spiele bisher - der Mann aus Hamburg hatte zeitweise den Überblick verloren.

“Mir hat er ein bisschen leid getan”, sagte Schalkes Manager Christian Heidel: “Die Konfusion hat Köln ins Spiel gebracht - dort ist jemand in kompletten Aktionismus verfallen.” Gemeint war damit Ex-Bundesligaschiri Wolfgang Stark, der als Video-Assistent jeweils den Hinweis an Ittrich gab, sich die Szenen noch einmal auf dem Monitor am Spielfeldrand anzusehen. Beim Foul von Nastasic an Weghorst hatte Ittrich erst Gelb gezückt - seine eigene Entscheidung dann aber korrigiert. Schalke schäumte vor Wut. “Das ist doch kein Rot”, schimpfte Daniel Caligiuri beim Blick auf die TV-Bilder im Kabinengang: “Matija trifft klar den Ball.”

Die Aufregung war noch nicht verklungen, da gab’s den nächsten Video-Entscheid: Guido Burgstaller hatte Weghorst geschubst, der Wolfsburger revanchierte sich, indem er mit dem Kopf voraus in Burgstallers Bauch rannte. Eigentlich eine Tätlichkeit, die Ittrich zunächst auch als solche ahndete und mit Rot bestrafte. Doch nach dem Blick auf den Monitor am Spielfeldrand nahm er den Platzverweis zurück und korrigierte sich auf Gelb. “Die Fehler hat der Mann in Köln gemacht”, zürnte Heidel: “Es gab keinen Grund, in diesen Szenen einzugreifen.”

Schalke musste in Unterzahl spielen, nahm das aber nicht als Ausrede für das 1:2. “Die Niederlage auf den Schiedsrichter oder den Video-Assistenten zu schieben, ist mir zu einfach”, sagte Trainer Domenico Tedesco. Denn die erste Halbzeit von Schalke war ungewöhnlich fehlerhaft und in der Nachspielzeit verschliefen es die Gäste, den einen Punkt in Unterzahl zu sichern.

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