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Schalke-Trainer Tedesco vor Berlin: "Druck dürfen wir nicht kennen"

Wird Sebastian Rudy (r.) wieder von Hertha BSC in Manndeckung genommen? Domenico Tedesco hält das für wahrscheinlich.

Wird Sebastian Rudy (r.) wieder von Hertha BSC in Manndeckung genommen? Domenico Tedesco hält das für wahrscheinlich.

Foto: dpa

Gelsenkirchen  Schalke 04 verlor in der Hinrunde mit 0:2 gegen Hertha BSC. Diesmal soll es anders laufen. Trainer Domenico Tedesco hat Respekt vor dem Gegner.

Nach dem 2:1-Heimsieg zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg geht es für den FC Schalke 04 bereits am Freitag mit einem Auswärtsspiel bei Hertha BSC weiter. Anstoß im Olympiastadion um 20.30 Uhr. Auch die Mannschaft von Trainer Pal Dardai ist mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Die Berliner gewannen am Sonntag beim 1.FC Nürnberg mit 3:1 und stehen auf Tabellenplatz sieben.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco hat großen Respekt vor dem Klub aus der Hauptstadt, sagt aber auch: "Wir haben uns natürlich mit Hertha beschäftigt, aber nicht zu einem größeren Prozentsatz als mit uns selbst. Denn viel wichtiger ist es, dass wir uns auf uns selbst fokussieren und konzentrieren."

Dennoch ist das Hinspiel, das Schalke Anfang September in der Veltins-Arena mit 0:2 verloren hat, noch ziemlich präsent. Daniel Caligiuri vergab nach 13 Minuten die große Chance zur frühen Führung, als er einen Foulelfmeter neben den linken Pfosten setzte. Ondrej Duda erzielte anschließend beide Tore für die Berliner. Sebastian Rudy absolvierte fünf Tage nach seiner Vorstellung auf Schalke sein erstes Spiel und erlebte einen rabenschwarzen Tag, den Tedesco nach 51 Minuten Spielzeit vorzeitig beendete. Pal Dardai hatte den überragenden Duda in erster Linie als Sonderbewacher für Rudy eingesetzt. Tedesco verriet nach dem Spiel, dass Rudy ihm im Laufe der ersten Hälfte zu verstehen gab: "Selbst, wenn ich auf die Toilette gehe, kommt der mit." Dardai entgegnete trocken: "Eine uralte Methode. Das wurde vor 20 Jahren immer so gemacht."

Vor dem Rückspiel gut vier Monate später in Berlin sagt Tedesco: "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass uns das wieder passiert. Dem müssen wir uns stellen." Hertha sei eine Mannschaft, die sehr präsent und in der Lage ist, jede Mannschaft zu ärgern. "Sie haben auch gegen große Teams gute Ergebnisse erzielt. Sie haben viele gute Spieler und ein gutes Tempo. Hertha spielt viel über die Außenpositionen, hat kopfballstarke Spieler und geht auf die zweiten Bälle."

Tedesco: "Wir haben vor jedem Gegner Respekt "

Erhöhten Druck, in Berlin gewinnen zu müssen, weil die nächsten beiden Gegner Borussia Mönchengladbach und FC Bayern München auf den Tabellenplätzen drei und zwei stehen, verspürt der 33-Jährige aber nicht. "Druck ist ein enormer Begriff, den wir im Fußball nicht kennen dürfen", sagt er und ergänzt: "Wir haben vor jedem Gegner Respekt - unabhängig, ob er Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Freiburg oder Düsseldorf heißt. Das sind alles Mannschaften mit guten Jungs."

Das Ziel bis Mitte Mai, bis zum Saisonende, ist auf Schalke ohnehin klar definiert worden: "Wir möchten eine sehr gute Rückrunde spielen, eine bessere Rückrunde als Vorrunde. Das möchte jeder einzelne - das Trainerteam, die Mannschaft, die Physios, die Rehatrainer und die Ärzte."

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