Schalke

Schalke: Mendyl und Rudy sind Startelf-Kandidaten

Sebastian Rudy (l.) mit Schalke-Trainer Domenico Tedesco.

Sebastian Rudy (l.) mit Schalke-Trainer Domenico Tedesco.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Hamza Mendyl und Sebastian Rudy könnten am Sonntag ihr Startelf-Debüt für Schalke 04 feiern. Gegner ist um 18 Uhr in der Bundesliga Hertha BSC.

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Pal Dardai, der Trainer von Hertha BSC, habe in einem Interview gesagt, dass er sich größere Tore im Fußball wünsche, erzählte ein Reporter am Donnerstagmittag im Medienraum der Arena auf Schalke. Deshalb bat er Domenico Tedesco, den Trainer des FC Schalke 04, um dessen Meinung zu diesem Thema. “Gute Frage”, sagte Tedesco - wohl auch, um etwas Zeit zu gewinnen. Dann legte er sich fest: “Ich glaube, so wie er ist, ist der Fußball schön.”

Schalke trifft am Sonntag auf Hertha BSC

Allerdings nicht immer. Bevor er mit seinem Team am Sonntag (18 Uhr/Sky) im ersten Heimspiel dieser Saison auf Dardai und die Berliner trifft, hat der junge Schalker Trainer reichlich Arbeit - und zwar aus einem unangenehmen Grund: Das erste Spiel beim VfL Wolfsburg ging bekanntlich mit 1:2 verloren - und das nicht nur, weil Schiedsrichter Patrick Ittrich fragwürdige Entscheidungen traf, nachdem sich Video-Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht nur aus Schalker Perspektive unnötig in die Spielleitung eingemischt hatte. Natürlich war es schwierig, nach dem nachträglich ausgesprochenen Platzverweis gegen Innenverteidiger Matija Nastasic etwas mitzunehmen aus Wolfsburg, aber unmöglich war selbst das nicht. Die größten Fehler hatte Schalke gemacht, als noch elf Spieler auf dem Platz standen. So sieht das auch Domenico Tedesco.

“Der Grund, warum wir verloren haben, ist die erste Halbzeit”, analysiert der Trainer. “Da haben wir schlecht gespielt, da gibt es auch nichts schönzureden.” Da hatte eine desorientierte Defensive das 0:1 kassiert und eine erkennbar gefährliche Offensive gar nicht stattgefunden.

Für einen Perfektionisten wie Tedesco heißt das: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Durch den Platzverweis für Nastasic fehlt ihm jetzt auch noch ein weiterer Innenverteidiger, nachdem Thilo Kehrer nach Paris gewechselt war und sich Benjamin Stambouli vor dem Saisonstart verletzt hatte. Ob er deshalb gegen Hertha von Dreier- auf Viererkette umstellt, um einen Innenverteidiger weniger aufbieten zu müssen, verriet der Trainer noch nicht. Er sagte allerdings, dass der derzeitige Kader auch in der Defensive ausreiche: “Baba könnte in der Dreierkette spielen, McKennie auch. Und für eine Viererkette hätten wir genügend erfahrene Spieler wie Naldo oder Salif Sané, die häufig schon in dieser Formation gespielt haben. Und wir haben dieses System in der letzten Saison ja auch schon mehrmals gespielt.”

Tedesco ist froh, dass er nach Hamza Mendyl in dieser Woche auch noch Sebastian Rudy als Neuzugang auf Schalke begrüßen konnte. Beide, sagt er, seien durchaus Kandidaten für die Startelf am Sonntag. “Wir haben jetzt einen Kader, der durchaus auch Möglichkeiten zum Wechseln lässt”, sagt der Trainer. “Das ist ja das Schöne.”

Ja, Fußball kann so schön sein...

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