Schalke

Schalke: "Megageil" - Nübel schwärmt von Ramans Raketen-Tor

Schalke-Kapitän Alexander Nübel (r.) freut sich mit Torwarttrainer Simon Henzler.

Schalke-Kapitän Alexander Nübel (r.) freut sich mit Torwarttrainer Simon Henzler.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Benito Raman erzielte beim 2:1 über Union Berlin das 1:0 für Schalke 04. Ein Tor, das auch Kapitän und Torwart Alexander Nübel begeisterte.

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Emotionen zu zeigen zählt nicht gerade zu den Stärken von Alexander Nübel. Meist ist der Torwart des FC Schalke 04 ruhig, die Fassung verliert er ganz selten. Doch der 2:1 (1:1)-Erfolg im Fußball-Bundesligaspiel gegen den 1. FC Union Berlin am Freitagabend löste selbst beim Torwart der Königsblauen Begeisterung aus. „Megageil, dass er den so reinschweißt“, sagte er über den Schuss von Benito Raman, der in Raketengeschwindigkeit zum 1:0 ins Berliner Tor flog.

Es sind Traumtore wie die von Raman, die Schalkes Fans so euphorisieren. Oder die Bereitschaft, bis zum Schluss an die Siegchance zu glauben – nur deshalb traf Suat Serdar in der 86. Minute zum 2:1. Und natürlich die Fähigkeit, Rückschläge zu verdauen. Marcus Ingvartsen traf in der 36. Minute für den starken Aufsteiger per Foulelfmeter zum 1:1 – der Pfiff von Schiedsrichter Schlager war unberechtigt.

In der vergangenen Saison war das alles noch anders. Traumtore gab es selten, Engagement zeigte das Team nur in Ausnahmefällen – und ein Gegentor war beinahe gleichbedeutend mit einer folgenden Niederlage. In den 34 Spielen der Saison 2018/19 sammelte Schalke 33 Punkte – nun hat das Team von Trainer David Wagner nach 13 Spielen schon 25 Punkte einkassiert. Schalke steht sogar vor Bayern München. Das ist eine Wow-Bilanz.

Wagner-Lob für Schalke-Gegner Union Berlin

Ganz so „Wow“ findet Wagner die Tabelle aber nicht. Dabei steht Schalke aktuell auf dem dritten Platz. „Die Tabelle ist mir total wurscht“, sagte Wagner ganz sachlich nach dem Spiel. „Nach 13 Spieltagen ist sie total irrelevant.“ Zwei Sätze, welche die Euphorie rund um die Arena etwas dämpfen sollen.

Auch wenn einige von Wagners Spielern inzwischen offen von einer Qualifikation für den Europapokal als Saisonziel sprechen – der Trainer wiederholt bei jeder Gelegenheit, dass er nur von Spiel zu Spiel, manchmal sogar nur von Training zu Training denkt. Noch lässt sich Wagner auch nicht hinreißen, mit den Spielern in die Nordkurve zu gehen und sich feiern zu lassen. Und so ging es in Wagners Spielanalyse nicht um die Begeisterung im Stadion. Er wurde sogar kritisch, als er über die erste Halbzeit sprach.

„Das war das erwartet schwere Spiel. Union Berlin war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft mit den klareren Torchancen. Union war nach Bayern München das Beste, was uns in dieser Saison zu Hause gegenübergestanden hat“, sagte Wagner. Seine Mannschaft hätte nur eine gute Aktion gehabt – und dies sei der 20-Meter-Hammer von Raman zum 1:1 gewesen. Mit dieser Auffassung stand Wagner nicht allein. „Die erste Halbzeit war nicht ganz so prickelnd“, sagte Alexander Nübel. Aber sowohl der Trainer als auch der Torwart ergänzten: „Am Ende haben wir aber verdient gewonnen.“

Und das lag an Suat Serdar, dem das Siegtor gelang. „Wir haben wieder kleine Schritte nach vorn gemacht“, sagte der Nationalspieler nach dem Abpfiff. Serdar erzielte bereits sein fünftes Saisontor – als Mittelfeldspieler. „Den Ball habe ich gut getroffen“, sagte Serdar und ergänzte zu seiner guten Bilanz: „Es klappt einfach momentan bei jedem Schuss.“ So ähnlich drückte sich Benito Raman aus, als er über sein Tor zum 1:0 sprach: „Manchmal fliegt so ein Schuss auch in den Fangzaun hinter dem Tor.“

Nun tritt Schalke bei Bayer Leverkusen an

Auch das ist ein Geheimnis des aktuellen Schalker Erfolgs: Schalke traut sich was – und hat das nötige Glück. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) tritt S04 bei Bayer Leverkusen an – der Mannschaft, die dafür sorgte, dass Schalke nun sogar vor den Bayern steht.

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