Schalke

Schalke: Domino-Transfer - Woran der Schwolow-Wechsel hakt

Soll zu Schalke 04 kommen: Torwart Alexander Schwolow.

Soll zu Schalke 04 kommen: Torwart Alexander Schwolow.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Alexander Schwolow hängt immer noch in der Warteschleife. Der 28-jährige Torwart will zu Schalke 04 wechseln. Warum der Transfer hakt.

Fünf Tage noch, dann trifft sich das Team des FC Schalke 04 zum Trainingsstart vor der Bundesliga-Saison 2020/21. Einige Spieler sind bereits in Gelsenkirchen - und zwar diejenigen, die zuletzt verletzt waren und noch ein wenig Reha-Training benötigen: Salif Sané, Guido Burgstaller und Kapitän Omar Mascarell. Und wenn ab 31. Juli alle wieder da sind, soll auch der Wunschtorwart schon dabei sein. Doch der Transfer des Freiburgers Alexander Schwolow (28) nach Gelsenkirchen stockt. Warum eigentlich?

Es liegt nicht daran, dass sich Spieler und Verein nicht mehr verstehen. Die Einigung steht, Schwolow soll kommen. Dass der Torwart doch in Freiburg bleibt, scheint ebenfalls ausgeschlossen, da der SC Benjamin Uphoff vom Karlsruher SC verpflichtet hat, der hinter Mark Flekken die Nummer zwei werden soll. Die Freiburger gehen fest davon aus, dass Schwolow geht. Und auch die Ablösesumme steht fest: acht Millionen Euro. Schalkes Wunsch ist eine Ratenzahlung. So weit, so klar.

Schalkes Wunsch-Verkaufskandidat ist Nabil Bentaleb

Und doch dauert es wohl noch ein paar Tage bis zur Verkündung: Wie diese Redaktion aus Schwolows Umfeld erfuhr, hakt es noch am Finanzierungs-Modell der Schalker. Die Königsblauen müssen unbedingt Transfereinnahmen generieren, bevor sie etwas ausgeben wollen - es ist wie beim Domino. Erst muss der erste Stein kippen, dann folgt der nächste.

Doch wen können die Königsblauen so kurzfristig verkaufen?

Wunschkandidat ist Nabil Bentaleb, der aktuell auf Leihbasis für Newcastle United spielt. Für 8,6 Millionen Pfund (etwa 9,4 Millionen Euro) kann Newcastle den Algerier fest verpflichtet, diese Kaufoption haben beide Klubs verankert. Wie die Lokalzeitung "The Chronicle" berichtet, wären die "Magpies" auch nicht abgeneigt, Bentaleb fest zu verpflichten.

Aber die Gehaltsforderungen des 25-Jährigen sind offenbar zu hoch. Es heißt, er würde gern bei 80.000 Pfund pro Woche bleiben - das wären 4,1 Millionen Pfund pro Saison (4,5 Millionen Euro). Damit wäre er einer der Top-Verdiener. Auf Schalke geht er in sein letztes Vertragsjahr, in den Verhandlungen zeigte sich Ex-Sportvorstand Christian Heidel sehr großzügig. In ähnliche Sphären will Bentaleb nun in Newcastle vorstoßen. Klappt das nicht, könnte er das Jahr noch auf Schalke aussitzen. Den Etat würde er erheblich belasten.

Und wer sind die weiteren Verkaufskandidaten? Die Liste ist lang: Auf ihr stehen etliche Leihspieler (Pablo Insua, Cedric Teuchert, Hamza Mendyl). Aber bei einem hohen Angebot würden auch Stars wie Weston McKennie, Amine Harit und Guido Burgstaller keine Steine in den Weg gelegt. Wahrscheinlich ist das aktuell aber nicht. Erwartet wird, dass es erst ab Mitte August spannend auf dem Transfermarkt wird.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben