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Elfmeter für Schalke? Schiri-Boss Fröhlich: "Ein Fall im Grenzbereich"

Elfmeter? Lukas Kübler (r.) vom SC Freiburg springt im Spiel auf Schalke der Ball gegen die Hand.

Elfmeter? Lukas Kübler (r.) vom SC Freiburg springt im Spiel auf Schalke der Ball gegen die Hand.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  DFB-Schiri-Boss Lutz-Michael Fröhlich hat sich in die Diskussion um die Handspiel-Regel eingemischt. Es ging auch um zwei Szenen auf Schalke.

Diskussionen um strittige Handspiel-Situationen und kein Ende - am Sonntag mischte sich auch Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich im Interview mit der verbandseigenen Homepage dfb.de ein. Es ging auch um die beiden Entscheidungen von Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) beim 0:0 zwischen Schalke 04 und dem SC Freiburg traf. Fröhlich stärkte Willenborg den Rücken, gestand aber auch, eine Szene sei "im Grenzbereich gewesen".

Es geht dabei um eine Szene in der 33. Minute, als Willenborg nicht auf Handelfmeter für Schalke entschieden hatte. Im Freiburger Strafraum war Lukas Kübler der Ball an die Hand gesprungen. Willenborg pfiff nicht, schaute sich die Szene aber während der nächsten Unterbrechung noch einmal am TV-Bildschirm an. Dann entschied er: weiterspielen. Fröhlich sieht die Szene so: "Der Freiburger Spieler Kübler ist in einer Drehbewegung. Die Arme dieses Spielers sind hier schon leicht abgewinkelt, aber das Bewegtbild wiederum spricht eher für eine unabsichtliche Haltung. Bei Situationen im Grenzbereich sollte die Entscheidung des Schiedsrichters auf dem Feld durch den Video-Assistenten nicht infrage gestellt werden."

Schalkes Mascarell sprang der Ball gegen die Hand

Anders sei dies beim Handspiel des Schalkers Omar Mascarell in der 81. Minute. Mascarell hatte nach einem Querpass des Freiburgers Christian Günter während einer Grätsche den Ball an die Hand bekommen. Willenborg pfiff Elfmeter und zeigte Mascarell Gelb. Dann meldete sich Osmers, Willenborg rannte erneut zum Bildschirm - um dann die Entscheidung zu revidieren. Dafür gibt es Unterstützung von Fröhlich: "Der Schalker Spieler hat bei seinem Abwehrversuch die Arme sehr nahe am Körper angewinkelt, keinesfalls abgespreizt. Der Schiedsrichter hat zunächst auf Strafstoß entschieden, weil er den Arm vom Körper abgespreizt wahrgenommen hat. In der Kommunikation mit dem Video-Assistenten spricht der Schiedsrichter von einer Abwehr mit dem oberen Arm. Diese Wahrnehmung deckt sich nicht mit den TV-Bildern. Daher empfiehlt der Video-Assistent zu Recht einen Review. Bei der Betrachtung der Bilder am Monitor wird dem Schiedsrichter schnell deutlich, dass die richtige Entscheidung ,kein Strafstoß' lautet."

Das sah Freiburgs Trainer Christian Streich anders. "Diesen Elfmeter muss man nicht pfeifen. Aber diese Entscheidung ist nicht so klar falsch, dass Köln sich da melden muss", sagte Streich nach dem Spiel.

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