Revierderby

Derby: Schalke fühlt sich verschaukelt - bis zur 61. Minute

Elfmeter oder nicht? BVB-Mittelfeldspieler Axel Witsel (r.) bekommt im Zweikampf mit Nabil Bentaleb (Schalke, l.) den Ball an die Hand.

Elfmeter oder nicht? BVB-Mittelfeldspieler Axel Witsel (r.) bekommt im Zweikampf mit Nabil Bentaleb (Schalke, l.) den Ball an die Hand.

Foto: Getty Images

Gelsenkirchen.  Videobeweis-Ärger auf Schalke: In der ersten Hälfte des Derbys gegen den BVB gab es keinen Elfmeter für S04 - in der zweiten schon.

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Im ersten Aufreger während des Revierderbys zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund ging es wieder um ein Handspiel im Strafraum und eine Entscheidung gegen die Königsblauen. Beim Stand von 0:1 in der zwölften Minute sprang Dortmunds Axel Witsel im Zweikampf mit Nabil Bentaleb der Ball an die Hand. Schiedsrichter Siebert zeigte auch nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten in Köln nicht auf den Elfmeterpunkt. Die Spieler, Trainer Domenico Tedesco und die Fans im Stadion konnten es nicht glauben.

Schalke-Legende Büskens Interviewgast bei Sky

Das gilt auch für Schalkes Legende Mike Büskens, in der Halbzeit Interviewgast bei Sky. Büskens kritisierte zunächst, dass der Pay-TV-Sender die Szene im Halbzeit-Rückblick nicht zeigen wollte und sagte dann. "Da fällt einem der Ball im Strafraum auf die Hand, da brauchst du auch mal einen Schiedsrichter, der nach Rücksprache mit Köln Elfmeter gibt. Jede Woche diskutieren wir über den gleichen Mist. Da blickt ja kein Mensch mehr durch", sagte "Eurofighter" Büskens.

Für Schalke war es nicht die erste umstrittene Hand-Entscheidung. Beim 1:1 in Hoffenheim vor einer Woche hatte der Schiedsrichter einen Handelfmeter für Schalke nach einem Hinweis des Video-Assistenten zurückgenommen. "Da muss der Kamerad in Köln mal die Zeitung weglegen", sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel nach dem Spiel. Das Tor für Hoffenheim erzielte Andrej Kramaric - nach einem Handelfmeter. Schalkes Bastian Oczipka war angeschossen worden.

Elfmetertor für Schalke gegen BVB in der zweiten Hälfte

Schalkes Fans fühlten sich dauerverschaukelt und äußerten sich entsprechend in den sozialen Medien. "Jede Woche wird mit zweierlei Maß gemessen", twitterte @NadineSchi. Auf der Facebook-Seite "WAZ auf Schalke" schrieben die User: "Im Zweifel immer gegen Schalke" (Karl Hanisch), "Bei uns reicht gar nichts für einen Handelfmeter" (Michael Trubitz), "Das ist ein klarer Elfmeter, nix anderes." (Oliver Mie)

Erst in der zweiten Hälfte waren die Schalker etwas versöhnlicher: Sie bekamen nach einem Videobeweis einen Elfmeter - Daniel Caligiuri glich zum 1:1 aus. Eine korrekte Entscheidung, wie Sky-Experte und Ex-Schiedsrichter Markus Merk meint: "Marco Reus trifft Amine Harit klar am Fuß. Deshalb muss der Videoassistent eingreifen." Das sahen die Dortmunder anders - sie beschwerten sich über diese Entscheidung...

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