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"Das müssen die Schalker sein": Was Wagners Satz bedeutet

Schalke-Trainer David Wagner

Schalke-Trainer David Wagner

Foto: firo

Gelsenkirchen  Der FC Schalke 04 tritt am Samstagmittag bei Werder Bremen an. Trainer David Wagner kann wieder mit Innenverteidiger Matija Nastasic planen.

Eigentlich verraten Fußballtrainer ihre Aufstellung nicht so gern. Trainer David Wagner vom FC Schalke 04 machte vor dem Bundesligaspiel bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) aber eine Ausnahme. Vorbehaltlich des Abschlusstrainings sagte er über Matija Nastasic: „Er wird mit Ozan Kabak die Innenverteidigung bilden.“

Für Schalke ist das eine gute Nachricht: Mittelfeldspieler Weston McKennie muss nicht mehr hinten aushelfen. Ohne das verletzte Abwehr-Trio Nastasic, Salif Sané und Benjamin Stambouli gab es in den vergangenen beiden Spielen fünf Gegentore – nun hat Schalke wieder zwei richtige Innenverteidiger.

Schalke: Kutucu sitzt wohl nur auf der Bank

Wagner verriet aber nicht, wer im Weserstadion das Sturm-Duo bildet. Es ist nur absehbar, dass das 19 Jahre alte Sturm-Talent Ahmed Kutucu erneut nicht zur Startelf zählen wird. In der Länderspielpause hatte es nach Kutucus Debüt für die türkische A-Elf Diskussionen um die Zukunft des Talents gegeben, das überwiegend auf der Bank sitzt. Kutucu und auch Weston McKennie (Länderspiel mit den USA) verpassten nun die Vorbereitung auf das Bremen-Spiel, sie trainierten nach Absprache mit Wagner erst am Freitagmittag wieder mit der Mannschaft.

In Bremen, das stellte Wagner klar, erwartet er ein enges Spiel. „Dort ist es immer sehr, sehr schwer zu bestehen“, sagte Wagner. Das ist etwas Understatement, denn die Voraussetzungen der Mannschaften sind höchst unterschiedlich. Schalke spaziert als Tabellensiebter immer noch fröhlich durch die Saison, Bremen hingegen, als Kandidat für die Europapokal-Plätze gestartet, wartet seit sieben Spieltagen auf einen Sieg und ist auf Platz 14 abgerutscht. Und doch glaubt Wagner nicht, dass Schalke als Favorit ins Spiel geht: „Die Bremer haben eine sehr hohe Qualität.“

Die sieht der 48-Jährige aber auch bei seiner Mannschaft – und ein Sieg sei nicht einmal sein Hauptziel. Vielmehr geht es ihm um einen hohen Wiedererkennungswert des Schalker Spielstils. Wagner: „Wir müssen dahinkommen, dass wir für irgendwas stehen, wo man von außen sagt: Okay, Trikotfarbe unabhängig, das müssen die Schalker sein.“

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