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Benedikt Höwedes weint bei Schalke-Rückkehr vor Fans - "Das tut weh"

Ex-Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes.

Ex-Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes.

Foto: firo

Gelsenkirchen  Die Fans von Schalke 04 haben Ex-Kapitän Benedikt Höwedes emotional verabschiedet. Beim Verteidiger flossen nach der Partie die Tränen.

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Die Fans auf der Nordkurve feierten ihren Liebling – und Benedikt Höwedes ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Schalkes langjähriger Kapitän war sichtbar berührt, als in die Fans der Königsblauen mit Sprechchören feierten und ihm so einen verspäteten und hoch emotionalen Abschied beschert. Als er – im roten Trikot von Lokomotive Moskau – vor der Tribüne stand, flossen bei ihm die Tränen.

Zuvor hatte er im Interview mit dem Bezahlsender Sky noch nüchtern den 1:0-Sieg der Schalker analysiert und gesagt: „Ich fand nicht, dass es ein berauschendes Spiel war. Es wurde kein Feuerwerk abgefackelt. Schalke ist nicht viel eingefallen, um uns gefährlich zu werden. Dann passen wir einmal nicht auf und werden bestraft.“ Schließlich gab er zu, dass es ungewohnt gewesen sei, nach dem Abpfiff in die andere Kabine – die der Gäste – zu gehen. Und Höwedes ergänzte: "Es war vielleicht das letzte Mal, in der Arena vor der Kurve zu stehen. Da hatte ich schon, mit den Tränen zu kämpfen. Das tut schon weh:"

„Benny, blaues Blut bleibt. Für immer einer von uns!“

Vor dem Spiel hatten die Verantwortlichen des Klubs den ehemaligen Spieler gemeinsam mit dessen Moskauer Teamkollegen Jefferson Farfan nachträglich verabschiedet. Schalkes Aufsichtrats-Vorsitzender Clemens Tönnies hatte ihm über das Stadion-Mikrophon zugerufen „Du bleibst ein Schalker Junge.“ Und auf der Tribüne hing ein Spruchband mit einer ähnlich starken Aussage: „Benny, blaues Blut bleibt. Für immer einer von uns!“

Höwedes spielte seit seinem Wechsel in die Schalke-Jugend 2001 für die Königsblauen, war seit der Saison 2011/12 S04-Kapitän. 2017 bestimmte Trainer Domenico Tedesco kurz nach seiner Ankunft, dass künftig Torhüter Ralf Fährmann die Binde der Schalker tragen solle. Da der Deutsch-Italiener nicht mehr mit dem Innenverteidiger plante, wechselte der kurz darauf auf Leihbasis zum italienischen Erstligisten Juventus Turin. An seinem Status änderte sich auch bei seiner geplanten Rückkehr nichts: Höwedes schloss sich schließlich dem russischen Champions-League-Teilnehmer Lokomotive Moskau an, der rund fünf Millionen Euro für den gebürtigen Halterner überwies. (dh)

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