Der Samstag war ein Feiertag auf Schalke. Da war der 2:1-Sieg gegen Hansa Rostock, da war die Verabschiedung von Simon Terodde, Gerald Asamoah und Danny Latza. Die Arena trug an diesem besonderen Tag blau und weiß - die Fans hatten T-Shirts in den entsprechenden Farben, verteilt in Unter- und Oberrang. „Voller Stolz auf unsere Farben“, stand auf einem Transparent, enthüllt zu blauem und weißem Rauch. Es war schon bis zum ersten Ballkontakt so viel passiert, dass das Spiel das kaum noch übertreffen konnte. Und noch etwas geschah an diesem Tag: 61.533 Zuschauer waren vor Ort, die Arena war mal wieder ausverkauft und Schalke konnte so einen Weltrekord verkünden.
Insgesamt 1.045.465 Zuschauer kamen in dieser Saison zu den Heimspielen der Königsblauen. Das sind durchschnittlich mehr als 61.000 - ein Zuschauerrekord für die Zweite Liga. Mehr noch: ein Weltrekord! Nie zuvor hatte ein Fußballverein, der in der zweithöchsten Klasse seines Landes spielt, einen Zuschauerschnitt von mehr als 53.470 Besucher. Schalke hat diese Bestmarke nun übertroffen.
Riesieges Interesse an Schalke-Spielen
Schon vor der Saison hatte sich vielleicht nicht der Rekord, aber ein extrem großes Interesse an den Schalke-Spielen abgezeichnet. Zwar gaben nach dem Erstliga-Abstieg ca. 1500 Anhänger ihre Dauerkarten zurück, doch diese fanden umgehend neue Abnehmer. Schnell wurde der Dauerkartenverkauf wie in den Jahren zuvor bei 40.000 Tickets gestoppt. Und auch vor Saisonbeginn waren die je knapp 50.000 Tageskassen-Karten für die kommenden acht Heimspiele der Hinserie innerhalb weniger Stunden verkauft. Dass das Interesse so groß blieb mag angesichts der teils mehr als dürftigen sportlichen Leistungen der Mannschaft überraschen, lässt sich mit der großen Identifikation der Fans mit dem Klub aber erklären.
Rang zwei der Zuschauertabelle der 2. Liga belegt übrigens der Hamburger SV mit einem Schnitt von knapp 55.900 Zuschauern, dahinter folgt Hertha BSC mit 50.900. Ordentlich – aber kein Weltrekord wie auf Schalke.
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