Zweitligist Hansa Rostock hat im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg eingefahren. Durch den 3:1 (0:0)-Erfolg im Heimspiel gegen den Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden verließ das Team von Trainer Mersad Selimbegovic zumindest vorübergehend die Abstiegsränge und stieß DFB-Pokalfinalist 1. FC Kaiserslautern auf Rang 17. Zudem setzten die Rostocker den FC Schalke 04 mit dem Sieg massiv unter Druck.

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Nach einer auf beiden Seiten verhaltenen ersten Hälfte wurde die Partie in wenigen wilden Minuten entschieden. Damian Roßbach traf für Rostock per Kopf (51.), wenige Sekunden später sah Wiesbadens Bjarke Jacobsen nach einem groben Foulspiel an Nico Neidhart die Rote Karte (52.). Kai Pröger (72.) und Svante Ingelsson (90.+4) sorgten für die Entscheidung und bescherten ihrer Mannschaft den dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen. Der Anschlusstreffer von Ivan Prtajin (78.) war für Wehen zu wenig.

Durch den Sieg kletterte Rostock auf Rang 15, vorbei an Lautern und Eintracht Braunschweig. Zudem verschärfte der Klub die Situation des SVWW: Beide Teams stehen im Rennen um den Ligaverbleib nun bei 31 Punkten, ebenso wie der 1. FC Magdeburg und Schalke 04. Beide Vereine könnten sich mit Siegen von Wiesbaden absetzen. Allerdings: Schalke spielt am Sonntag bei Hannover 96 - und die Auswärtsschwäche der Knappen ist eklatant. Zudem müssen der Pokalfinalist 1. FC Kaiserslautern beim Hamburger SV und Eintracht Braunschweig am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf antreten. Nach dem 28. Spieltag könnten alle Klubs im Kampf um den Klassenerhalt so noch viel enger zusammenrücken.

Hertha BSC wahrt kleine Aufstiegschance

Das zweite Freitagsspiel in der 2. Bundesliga gewann Hertha BSC mit 3:2 beim SC Paderborn. Nach dem Wirbel um Pal Dardai hat Hertha BSC die kleine Restchance auf die direkte Bundesliga-Rückkehr gewahrt. Am Tag nach dem denkwürdigen Abgang des Trainers bei der Pressekonferenz gewannen die Berliner dank einer späten Aufholjagd und verkürzten den Rückstand auf den Relegationsrang zumindest vorübergehend auf fünf Punkte.

Raphael Obermair (16.) und Visar Musliu (60.) brachten Paderborn zweimal in Führung. Aymen Barkok (17.) und Bilal Hussein (84.) sorgten jeweils für die Antwort, Torjäger Haris Tabakovic (90.) traf dazu kurz vor dem Ende zum umjubelten Sieg - und hielt die geringe Hoffnung auf den Aufstieg durch den zweiten Erfolg in den vergangenen sechs Partien am Leben.