Das frustrierende, niederschmetternde Spiel war gerade beendet, die Profis des FC Schalke 04 hatten sich nach dem hochverdienten 1:3 (0:1) beim SC Paderborn ein Pfeifkonzert in ihrer Fankurve abgeholt, da bat Sportvorstand Peter Knäbel die gesamte Mannschaft in die Kabine. Und er ließ seine ganze Wut, seine ganze Enttäuschung heraus. Wenige Minuten später gab er in der Mixed Zone einen Einblick in seine Emotionen - und er zerlegte die Mannschaft wie noch nie in seiner zweieinhalb Jahre andauernden Amtszeit.

Die Schalker hatten am Mittwochvormittag die Trennung von Trainer Thomas Reis verkündet und Matthias Kreutzer als Interimstrainer installiert. Sie hofften auf eine sportliche Wende, am besten schon in Paderborn. Die gab es nicht. Schalke verlor mit 1:3, ein Ergebnis, das Kreutzer sogar "schmeichelhaft" nannte, weil Paderborn noch Torchancen in Hülle und Fülle vergeben hatte.