Vor rund zwei Jahren begann beim FC Schalke 04 eine neue Ära – Axel Hefer wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, seitdem ist von einem Projekt die Rede, das mindestens fünf Jahre dauern soll. Demokratisch solle der Verein werden, es gibt Projekte, die Mitgliederdialog oder Vereinsheim heißen. Dazu passt eine Nachricht gar nicht: Von den rund 168.000 Mitgliedern hat sich nur eins gemeldet, dass am 17. Juni bei der Mitgliederversammlung neu in den Aufsichtsrat gewählt werden will. Vor zwei Jahren gab es noch 20 Bewerber.
Ein Verein, der sich so durch seine Basisnähe definiert, der sich stets dafür feiert, wie nah er seinen Mitgliedern steht, sollte hinterfragen, woran es liegt, dass es kein Interesse mehr daran gibt, im höchsten Gremium des Klubs mitzuarbeiten. Zwei Plätze werden am 17. Juni vergeben, zur Wahl stehen nur zwei Schalker, die aktuell schon im Aufsichtsrat sitzen. Das macht die Wahl zur Farce.





