Erst eine Woche ist in der Winter-Vorbereitung des FC Schalke 04 vergangen, und doch sehnten die Profis den ersten freien Tag herbei. Am Sonntag durften sie sich ausruhen - Trainer Thomas Reis hatte sie zuvor richtig gefordert. Zu den anstrengenden Trainingseinheiten gesellte sich ein Drei-Tage-Trip nach Österreich, inklusive eines Testspiels bei Rapid Wien am Freitag (2:2).
"Es war bisher sehr anstrengend", erzählte Stürmer Marius Bülter. Am normalerweise zu diesem Zeitpunkt klassischen Konditions-Gebolze lag das aber nicht nur. "Wir haben viel trainiert, hatten aber auch schon viele Inhalte", sagte Bülter. Dass Reis das Spiel des abgeschlagenen Schlusslichts komplett umdrehen will, war schon in Wien zu erahnen. Weg vom Langholz-Fußball mit massiver Deckung, aber ohne Tempo - und hin zu Ballbesitz, frühem Pressing mit drei Stürmern und Geschwindigkeit. "Wir versuchen, deutlich früher mit dem Pressing zu beginnen, genau das war der Hauptinhalt bisher", erklärte Bülter. Doch allein die Offensivspieler sind nicht im Training gefordert. Das betrifft auch Torwart, Abwehr und defensives Mittelfeld. Torwart Alexander Schwolow formulierte das so: "Wir haben bisher einfach zu viele lange Bälle gespielt. Nun wollen wir das Spiel ganz anders aufbauen", erklärte er. So etwas einzustudieren dauert.




