Wie schnelllebig das Fußballgeschäft ist, zeigt das Beispiel Thomas Reis. Es ist nicht einmal zweieinhalb Monate her, da sagte Reis als Trainer des VfL Bochum: „Wenn ich kein Bochumer bin, wer dann?“ Nur wenig später wurde er freigestellt, und seit inzwischen einer Woche trainiert er 20 Kilometer entfernt den FC Schalke 04. Geht das? Klappt es, innerhalb so kurzer Zeit glaubhaft zwischen zwei Revier-Vereinen zu springen?
Reis versucht den Spagat. Es scheint ihm zu gelingen. Und das ganz einfach mit Authentizität. Reis habe sich in den ersten Tagen auf Schalke nicht anders gegeben als in Bochum, sagen Experten, die ihn lange beobachten. Den Trainer ärgert es inzwischen sehr, dass er den Flirt mit Schalke zu VfL-Zeiten noch leugnete. Nun brachte Reis sogar eigenes Geld mit, um auf Schalke anzufangen, steuerte rund 70.000 Euro zur Ablöse bei, die Schalke an den VfL bezahlen musste. Der große Verein reizte ihn, aber auch das Ruhrgebiet.





