Die Nacht war lang für die sportliche Führung des FC Schalke 04. Sportvorstand Peter Knäbel und Sportdirektor Rouven Schröder begannen nicht erst am Samstagmorgen, sondern schon wenige Stunden nach der 0:3-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim mit der von Schröder kurz nach der Partie angekündigten Analyse. Das Resultat ihrer intensiven Diskussionen ist nach Informationen dieser Redaktion ein Durchhalteversuch: Frank Kramer bleibt vorerst Trainer des Bundesliga-Aufsteigers. Der vor Saisonbeginn verpflichtete 50-Jährige wird auch am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) beim Pokalspiel erneut gegen die TSG Hoffenheim, diesmal allerdings in Sinsheim, auf der Bank sitzen.

Den Ausschlag für diese Entscheidung hatte das Auftreten der Mannschaft gegen Hoffenheim gegeben, die nach interner Ansicht die geforderte Reaktion nach ihrem enttäuschenden Auftritt beim 0:4 in Leverkusen gezeigt und mit Leidenschaft gespielt habe – auch nach vorne. Die Gegentore – zwei Elfmeter und ein Konter – seien unglücklich gewesen, auch individuelles Fehlverhalten habe eine Rolle gespielt. Dies wollte man nicht dem Trainer anlasten.