Eine Saison wie es sie noch nie gab kündigten die Verantwortlichen des FC Schalke 04 im Sommer an. Das lag nicht nur am gerade vollbrachten Aufstieg oder den ganz bescheidenen Ansprüchen des stolzen Vereins – sondern auch am durch die Winter-WM in Katar verschobenen Spielplan. Schalkes Bosse teilten die erste Hälfte der Saison in zwei Phasen – acht Pflichtspiele vor, neun Pflichtspiele nach der Länderspielpause. Die zweite Phase beginnt am Sonntag mit einem Spiel gegen den FC Augsburg (17.30 Uhr/DAZN).

Die zweiwöchige Pause konnte Schalkes Trainer Frank Kramer in Ruhe verbringen. Bei zwei öffentlichen Trainingseinheiten waren die Fans gut gelaunt, zur Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel kamen nur drei Reporter, Saison-Minusrekord und ein Zeichen dafür, dass Schalke gerade ruhige Zeiten erlebt. Chaos ist woanders. Erste kleinere Unstimmigkeiten mit unzufriedenen Spielen hat der 50-Jährige gekonnt wegmoderiert. Kramer, dem nicht wenige Schalke-Fans schon bei seiner Vorstellung eine ganz kurze Amtszeit prophezeit hatten, ist noch da. Mehr noch: Seine Position ist gefestigt. Aktuell jedenfalls.