Es hätte viele einfachere Zeitpunkte gegeben, den FC Schalke 04 als Aufsichtsrats-Vorsitzender zu übernehmen - zum Beispiel nach einem der Pokalsiege, mitten in einem Champions-League-Teilnahmejahr oder nach einer üppigen Transfereinnahme. Jens Buchta aber übernahm den Posten Ende Juni 2020 von Clemens Tönnies, als es Schalke besonders dreckig ging: Die Mannschaft lag in Trümmern, finanziell war die Lage in der Corona-Pandemie existenzbedrohend. Zwölf Monate lang bemühte sich Buchta, die zahlreichen Brände zu löschen - vergeblich. Schalke stieg ab. Dass er nun nicht an seinem Stuhl klebt und den Weg für einen Neuanfang frei macht, ist richtig.



