Etwas verwunderlich ist es schon, dass Ralf Rangnick sich erst mitten in die offensichtlichen Schalker Turbulenzen hinein wagt und dann mit der Begründung absagt, er sehe sich „aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten innerhalb des Vereins derzeit nicht in der Lage, die sportliche Verantwortung bei S04 zu übernehmen“. Diese Situation musste ihm doch von Anfang an klar gewesen sein.

Schließlich war er nicht von Vereinsseite kontaktiert worden, sondern von einer Interessengemeinschaft, die Schalkes Zukunft mitgestalten will und zügig Veränderungen anstrebt. Diese Gruppe hatte den Aufsichtsrat damit überrumpelt und unter Druck gesetzt. Erst danach gab es am Donnerstag ein offizielles Treffen von Rangnicks Berater Marc Kosicke mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Jens Buchta und dessen Stellvertreter Peter Lange sowie der Schalker Finanzchefin Christina Rühl-Hamers.